Die Social Networks boomen in Deutschland. Einen Überblick über die vielen unterschiedlichen Angebote bietet seitwert.de in Zusammenarbeit mit Martin Weigert von netzwertig. Die Liste ist zwar nicht ganz komplett, enthält aber die meisten bekannten und nutzerstarken Social Networks aus Deutschland.


Die Top10 Social Networks aus Deutschland

1. Xing.com - erste Anlaufstelle für Geschäftsleute zum Netzwerken.
2. studiVZ.net - die bekannteste Studenten-Plattform in Deutschland.
3. Spin.de - eine Community mit Chat, Foren und Spielen.
4. Fotocommunity.de - seit Jahren die Gemeinschaft für Hobby-Fotografen.
5. Kwick.de - ist mit über einer Million Mitgliedern eine der führenden Communitys in Deutschland.
6. Songtexte.com - größte Songtexte Community mit über 300.000 Lyrics, Videos und tausenden Musikfans.
7. wer-kennt-wen.de - Community für alle - Triff Freunde, Bekannte, Nachbarn und die Oma!
8. jappy.de - wurde vor knapp 8 Jahren gegründet und versteht sich als Netzwerk von Freunden für Freunde.
9. gutefrage.net - die Ratgeber Community für gute Fragen und hilfreiche Antworten zu allen Themen.
10. schülerVZ.net - ein kostenloses Online-Netzwerk für Schüler.

Quelle: seitwert.de
Seitwert ist ein kostenloser Service, der anhand verschiedener automatisch auslesbarer Faktoren eine Art Qualitätsindex von einer Webseite erstellt.

Auf setlist.fm können Musikfans kostenlos Setlists erstellen und im Wiki-Stil bearbeiten.

setlist.fm sammelt tausende Setlists von Konzerten aus der ganzen Welt. Eine Setlist ist die von einer Band gespielten Reihenfolge der Songs auf einem Konzert. Jeder Konzertbesucher kann Setlists eintragen, bearbeiten und als Widget auf der eigenen Website einbinden.

Vor und nach einem Konzert dient setlist.fm Fans zum Informationsaustausch. Für Begeisterung sorgen die umfangreichen Statistiken, die auflisten, wie oft Songs auf einer Tour oder seit Gründung der Band gespielt wurden. Als Zugabe gibt es zu jedem Lied das passende Musikvideo mit Songtext.

Nur wenige Monate nach dem erfolgreichen Launch von Songtexte.com folgt mit setlist.fm die zweite Musik-Plattform der netdo Establishment mit Sitz in Vaduz. In Deutschland wird setlist.fm von der Media-Agentur Molindo GmbH betreut.

Facebook klagt studiVZ

20. July 2008

Das amerikanische Social Network Facebook hat eine Copyright-Klage gegen ihr deutsches Pendant studiVZ eingebracht. Zu nah sei die deutsche Kopie am “Look and Feel” des US-Konkurrenten dran.

StudiVZ, das der Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört, soll künftig untersagt werden, weiterhin von Facebook.com zu kopieren. Da Gespräche mit StudiVZ zu nichts geführt hätten, sähe man sich jetzt gezwungen, den Rechtsweg zu beschreiten, sagte eine Facebook-Sprecherin der FTD. Eine 116-seitigen Klageschrift wurde bei einem US-Bezirksgericht in San Jose im Silicon Valley eingereicht. “Wir haben viel in die Technik und das Design investiert und glauben fest daran, dass unser Erfolg maßgeblich mit unserem einmaligem Erscheinungsbild zusammenhängt,” so Facebook-Justiziar Sam O’Rourke.

Die beiden Plattformen könnten nicht miteinander verwechselt werden, verteidigt sich Gründer Dariani in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. “Die Farben unterscheiden sich: StudiVZ ist rot, Facebook ist blau. Natürlich sei StudiVZ an Facebook angelehnt, doch die Software hinter der Seite kann man ja gar nicht kopieren, die muss man selbst schreiben”.

Facebook wurde 2004 vom Harvard-Studenten Mark Zuckerberg gegründet. StudiVZ ging rund 18 Monate nach Facebook an den Start. Facebook hat rund 80 Millionen aktive User, StudiVZ rund zehn Millionen und ist damit auf dem deutsprachigen Raum die Nr. 1 der Social Networks. Facebook fällt der Einstieg seit März 2008 in den deutschen Markt hingegen schwer, was nach Meinung der Kalifornier an StudiVZ liegt.

Unterdessen wird hinter den Kulissen über die Motive für die Klage spekuliert. Nicht unwahrscheinlich ist, dass Facebook eine Übernahme von StudiVZ anstrebt und diese so beschleunigen will.

Die Musik-Community Songtexte.com feiert einen umfassenden Relaunch. Die Plattform strahlt in neuem Glanz und bietet viele neue Features zum Entdecken von Musik.

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Songtexte.com hat die Suche nach Lyrics komplett überarbeitet, sodass nun über 220.000 Songtexte aller Genres gefunden werden. Das Musik Mash-Up greift auf den Fundus von lyricwiki zurück. Dabei wurde bei der Entwicklung besonders Wert auf die Einfachheit der Bedienung und die Datenqualität gelegt. Durch die Zusammenarbeit mit Audioscrobbler und musicbrainz steht den Besuchern eine umfangreiche Auswahl an Artists und Songs zur Verfügung.

Als weiteres neues Feature präsentiert Songtexte.com zu jedem Songtext das passende Musik-Video von Youtube. Zudem verfügt jeder Artist über eine eigene Seite mit Beschreibung und Auflistung aller Alben, Fans und vielem mehr. Damit will Songtexte.com eine enge Verknüpfung zwischen Musik und Community herstellen. Passend dazu kann jeder Nutzer ein Profil einrichten, über das mit anderen Musikbegeisterten kommuniziert werden kann. Besonderes Augenmerk liegt darauf auf dem Musikprofil, das den Musikgeschmack des Profilinhabers zeigt. Weitere Kennenlerntreffs sind die Gruppen, die das Forum der alten Seite ersetzt haben.

Songtexte.com ist im Jahr 2001 als Freizeitprojekt von drei Schülern gestartet worden. Von Beginn an wurde auf die Komponenten des Web2.0, wie Profile oder Foren, gesetzt, die der Plattform zu raschem Wachstum verhalfen. Seit 2008 ist die Netdo Establishment mit Sitz in Vaduz neuer Betreiber von Songtexte.com. Finanziert wird der kostenlose Service über Werbung und Provisionen von Verkaufspartnern wie Amazon und iTunes.

Anmerkung: Songtexte.com wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Media-Agentur Molindo GmbH betreut, an der ich beteiligt bin.

Die beiden Startups Respectance und Tributes wollen Todesanzeigen ins Netz verlagern und eine virtuelle Gedenkstätte für Hinterbliebene schaffen.

respectance

Bei Respectance können Angehörige online ihre Trauer mit anderen teilen. Das von Richard Derks und Todd Wilkinson im Juli 2007 gegründete Startup, soll gerade für Familien, die weit verstreut leben, ein gemeinsamer, virtueller Ort zum Trauern sein. Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft immer älter wird, sei es wichtig, Menschen bei der Trauerarbeit zu helfen, erklären die Betreiber von Respectance. Mit einem virtuellen Grabstein wird die Möglichkeit geboten, die Gefühle gegenüber anderen auszudrücken. Nutzer setzen aber nicht nur ihren verstorbenen Angehörigen ein Denkmal, sondern auch ihren Idolen. So zählt das Profil von Kurt Cobain zu eines der meist besuchtesten. Respectance unterhält Niederlassungen in San Franzisko, Amsterdam und Krakau.

Tributes.com will ebenfalls zum Sammelbecken für alle Todesanzeigen werden. Der Gründer des Online-Jobportals Monster.com Jeff Taylor startet die Plattform für Verstorbene offiziell im Juni. Das Portal will seine Dienstleistungen zusätzlich an Beerdigungsinstitute weiterverkaufen, die dann die Online-Gedenkstätte in ihre üblichen Service-Pakete einflechten und mitverkaufen kann und darüber hinaus eine Suchdatenbank zur Verfügung stellen, in der nach Informationen über verstorbene Personen recherchiert werden kann.

Dass es einen Bedarf an virtuellen Friedhöfen für Hinterbliebene gibt, zeigen etliche Profile bei MySpace und Facebook. Immer wieder richten Leute dort eine virtuelle Gedenkstätte ein, um Freunden oder Familienmitgliedern einen Platz zum Trauern zu geben. Im deutschsprachigen Raum hat die Verlagerung der Trauerarbeit ins Internet erst begonnen. Zeitungen und Bestattungsunternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten nun vermehrt die Möglichkeit für virtuelle Trauerarbeit und Online-Gedenkstätten.