In unserer Reihe Gastbeiträge veröffentlichen wir heute einen Artikel von Julian Tomaselli, Blogger und Student der Mediengestaltung an der FH Vorarlberg. Sein Thema ist: “Google Me” - Das Facebook von Google?.
Mit der Einstellung des vielversprechenden Google Wave, das eine neue Kommunikationsart darstellte, und dem vermehrten Zukauf von Firmen im Bereich Social Media stellt sich die Frage, ob Google an einem Gegenstück zu Facebook arbeitet?
Seit Anfang 2010 kauft Google vermehrt im Bereich Social Media Firmen auf, den Anfang machte dabei unter anderem Aardvark, eine Firma die einen Social Search Service anbot, der Benutzer live mit Freunden oder Freundes-Freunden verband, wenn diese in der Lage waren eine vom Benutzer gestellte Frage zu beantworten, bzw. Wissen in diesem Themenbereich aufwiesen. Kurz: Wie Yahoo Answers/Clever, nur interaktiver und auf sozialen Netzwerken aufbauend.
Im Juli dieses Jahres folgte dann Metaweb, eine Firma die sich darauf spezialisiert hatte Informationen und Daten aus zahlreichen Quellen, unter anderem Social Networks, zu sammeln und aufzubereiten. Aus dieser Sammlung entstand die Wissensdatenbank Freebase, ein sehr ehrgeiziges Projekt zur Vernetzung und Sammlung von Informationen aus zahlreichen Quellen des Internets.
In diesem Monat kaufte Google dann in kurzen Abständen die Firmen Slide.com, eine Firma die überwiegend Applikationen für Facebook entwickelte; Jambool, ein Unternehmen das sich auf virtuelle Währungen und InGame-Bezahlsysteme spezialisiert hatte und Like.com, eine Firma die eine visuelle Suchmaschine für Produkte anbot. Gerade der Kauf von Like.com ist deshalb so interessant für den Bereich Social Media, weil die Technologie die für die visuelle Produktsuche Verwendung fand eigentlich für Gesichtserkennung in Fotos konzipiert war, es den Firmeninhabern aber nicht gelang diese zu vermarkten bzw. damit Profit zu generieren.
Ein weiteres Indiz für ein Social Network von Google ist die Kooperation mit Zynga, einem Social Network Spieleentwickler, bekannt für das Facebook Browser Game Farmville, das im Juni dieses Jahres immerhin über 61 Millionen aktive Spieler aufwies und Zynga Umsätze in Höhe von 150 Mio. $ im Jahr 2009 bescherte.
Will Google ein eigenes Social Network?
Fakt ist: Google besitzt und betreibt bereits ein Social Network. Das in unseren Breitengraden wenig bis unbekannte Orkut startete im Jahr 2004 und war eine Eigenentwicklung von Google. Anfangs in den USA sehr erfolgreich verbreitete sich Orkut vermehrt in den Ländern Brasilien und Indien, fiel in den USA jedoch weit hinter Facebook und Co. zurück. Anfang 2010 startete Google einen weiteren Versuch in diesem Bereich mit dem Start von Google Buzz. Dieser Dienst ist als Erweiterung von Gmail gedacht, der Ähnlichkeiten mit Twitter aufweist und dem Austausch von Nachrichten, Bilder, Videos und Statusmeldungen dient. Trotz anfänglicher Probleme und Bedenken beim Umgang mit der Privatsphäre wurde der Dienst von den Benutzern gut angenommen.
Somit betreibt Google bereits zwei erfolgreiche Social Networks, jedoch keines das in Umfang und Größe an Facebook heranreichen würde. Gerade das wäre aber wichtig aus der Sicht von Google, um Werbekunden im Bereich Onlinewerbung zu halten, bzw. neue Märkte durch Werbung in Social Networks zu erschließen. Auch die Rolle als Suchmaschine könnte zunehmend durch Social Networks in Bedrängnis geraten, da Webseiten vermehrt durch direkte Weitergabe oder Empfehlungen erschlossen werden und die klassische Suche nur noch selten Verwendung findet. Es zeigt sich also, dass Google ein vielschichtiges Interesse daran besitzt ein eigenes, großes und erfolgreiches Social Network zu besitzen.
Wie könnte Google Me aussehen?
Glaubt man den Gerüchten würden in Google Me verschiedene Google Dienste verschmelzen. Google Buzz, wie auch Orkut würden darin aufgehen und eine nahtlose Integration von zahlreichen Google Diensten erfolgen. Viele Elemente von Google Wave dürften ebenfalls Anwendung in diesem neuen Social Network finden, da sie für diesen Einsatz geradezu prädestiniert sind. Mit den Zukäufen im Bereich Social Gaming und virtueller Währung dürfte dieses Network ebenfalls die Möglichkeit bieten Apps und Spiele für die Benutzer zu entwickeln, und diese auch mit Bezahlsystemen auszurüsten. Damit würde neben gezielter und personalisierter Werbung eine weitere Einnahmequelle geschaffen, die wie im bereits erwähnten Fall von Farmville durchaus sehr lukrativ sein kann.
Man darf also gespannt sein wann Google zum Gegenschlag ausholt und wie dieser im Detail aussieht. Das er aber früher oder später in Form eines eigenen großen Social Networks erfolgt, damit darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden. Mein Tipp: Mitte 2011 erblickt Google Me das Licht der Welt.
Zum Blog von Julian Tomaselli: media-social
In unserer Reihe Gastbeiträge veröffentlichen wir heute einen Artikel von Johannes Bruns, Gründer und Geschäftsführer von App8. Das Unternehmen App8 ermöglicht deutschen Firmen, indische Software-Entwickler als Fernpersonal einzustellen. Sein Thema ist: “Tipps zum IT Outsourcing nach Indien”.
Wir gehen einen radikal anderen Weg im IT Outsourcing
In der Regel läuft Outsourcing folgendermaßen ab: man geht auf eine Projekt-Plattform wie rentacoder.com, schreibt ein Projekt aus und wartet anschließend auf Angebote. Erfreut stellt man fest, dass es Firmen am anderen Ende der Welt gibt, die bereit sind, die Projektidee für unglaublich günstige 500 US$ zu realisieren. Man leistet eine Anzahlung und nach 3 Monaten erhält man entweder gar nichts oder ein Produkt, das ganz anders ist, als man es sich vorgestellt hat. Dumm gelaufen, Geld weg. Aus diesen Problemen haben wir gelernt und bieten deshalb einen neuen Ansatz zum Outsourcing an. Wir ermöglichen es Unternehmen aus Deutschland, auf unsere indischen Entwickler zuzugreifen.
Das bedeutet: der Kunde teilt uns mit, was für einen Entwickler er benötig: Fachgebiet, Erfahrung etc. Wir suchen in Indien nach passenden Kandidaten und arrangieren ein telefonisches Interview zwischen Entwickler und unserem Kunden. Entscheidet der Kunde sich für einen Entwickler (oder mehrere), engagieren wir den Entwickler in Indien und stellen ihm in Indien einen Arbeitsplatz mit der nötigen Infrastruktur zur Verfügung. Der Entwickler arbeitet von dort aus für das deutsche Unternehmen.
Die Koordination des Arbeitseinsatzes und die Projektsteuerung erfolgt durch den Kunden. Das hat folgende Vorteile: zum einen kann das Projekt in viele überschaubare Arbeitspakete zerlegt werden. Der Entwickler liefert jeden Tag einen kleinen Baustein, der dann in Deutschland gegenkontrolliert wird. Auf diese Weise gibt es keine Überraschung, da der Entwickler täglich mit dem deutschen Unternehmen kommuniziert und so Fortschritt und Qualität laufend überprüft werden können. Zum anderen kommen deutliche Kostenvorteile zum Tragen, da die sonstigen Puffer- und Risikoaufschläge von Outsourcing-Agenturen vermieden werden.
Die Zusammenarbeit des Kunden mit dem Entwickler erfolgt unkompliziert über Telefon, E-Mail, Internet (Skype). Die Arbeitszeiten entsprechen den deutschen Bürozeiten von 9 Uhr bis 17 Uhr. Für die Entwickler aus Indien ist das durchaus machbar, da die Zeitverschiebung nur dreieinhalb Stunden beträgt, der Entwickler also von mittags bis in den frühen Abend arbeitet.
Stärke bei Spezialgebieten
Interessant ist, dass die meisten Kunden nicht wegen der guten Preise zu APP8 kommen, sondern weil wir Entwickler aus praktisch jedem Spezialgebiet anbieten können. Egal ob ein Entwickler für iPhone-Apps, Datenbankanalyse, spezielle Content-Management-Systeme, Flex/Flash, Grails oder andere Programmiersprachen, es gibt fast immer verfügbare Entwickler. Jedes Jahr verlassen 20 Mal mehr Software-Entwickler die Hochschulen in Indien als in Deutschland, und die indische IT-Branche beschäftigt mehr als 4.000.000 Menschen.
Was kostet ein Software-Entwickler?
Unser Preis variiert und hängt insbesondere vom Erfahrungsschatz des Entwicklers ab. Die meisten Entwickler liegen im Preis zwischen 1.500€ und 2000€. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten wie Vermittlungsgebühren!
Wer sich jetzt noch unsicher ist, ob eine solche Lösung wirklich für ihn funktionieren würde, kann das Konzept im ersten Probemonat mit täglicher Kündigungsfrist ohne großes Risiko ausprobieren. Bei Interesse besuchen Sie uns auf www.app8.de.
Gründerunterstützung
Wir sind selbst noch ein junges Unternehmen und möchten auch andere Gründer unterstützen. Daher haben wir für Startups folgendes Angebot:
Bei Buchung eines Entwicklers über einen Mindestzeitraum von 3 Monaten gibt es den dritten Monat gratis, unabhängig davon, ob danach der Vertrag weitergeführt werden soll oder nicht.
Zur Person
Johannes Bruns ist Geschäftsführer von App8 mit Sitz in Berlin. Er ist seit seiner Jugendzeit unternehmerisch tätig, in der 6. Klasse als “Eisverkäufer” in seiner Schule, danach Verleger mit Streber.tv, usw. Über seinen spannenden Werdegang als Entrepreneur sprach Bruns vor einigen Tagen bei Prof. Faltin im Labor für Entrepreneurship (Zum Video).

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