YouTube - das MTV des Internet
20. September 2006
Im Video-Portal YouTube ist inzwischen jedes aktuelle Musikvideo zu finden. Gut 60 Prozent aller Videos, die sich Internetnutzer online ansehen, werden über YouTube verbreitet. Die Verbreitung von Musikvideos in Online-Communitys stellt für die Labels zwar eine willkommene Werbung dar, sie wollen jedoch auch an der Verwertung des Videomaterials mitverdienen.
YouTube verhandelt bereits seit längerem mit Vertretern der Musikbranche. Warner Music Group hat nun als erster großer Musikkonzern erklärt, sein Repertoire an Musikvideos YouTube zur Verfügung zu stellen. YouTube muss die Werbeeinnahmen, die mit den Inhalten erzielt werden, mit dem Musikkonzern teilen.
Die Labels werden großes Interesse daran haben, die Veröffentlichung von Musikvideos bei YouTube in legale Bahnen zu lenken und einen Teil vom Werbekuchen abzubekommen. Wohin die Reise geht und wer am Ende für wessen Dienste zahlen wird, ist noch völlig unklar. YouTube jedenfalls habe ein drängendes Interesse daran, die Verträge schnellstens in trockene Tücher zu bekommen, berichtet SPON.
Bei einer Investorenkonferenz letzte Woche meinte Doug Morris, Chef des weltgrößten Musikunternehmens Universal Music, dass der “MTV-Fehler” nicht wiederholt wird. MTV wurden früher die Clips zu Promotionzwecken gratis zur Verfügung gestellt. MTV konnte damit ein milliardenschweres Unternehmen aufbauen.

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