Auf setlist.fm können Musikfans kostenlos Setlists erstellen und im Wiki-Stil bearbeiten.

setlist.fm sammelt tausende Setlists von Konzerten aus der ganzen Welt. Eine Setlist ist die von einer Band gespielten Reihenfolge der Songs auf einem Konzert. Jeder Konzertbesucher kann Setlists eintragen, bearbeiten und als Widget auf der eigenen Website einbinden.

Vor und nach einem Konzert dient setlist.fm Fans zum Informationsaustausch. Für Begeisterung sorgen die umfangreichen Statistiken, die auflisten, wie oft Songs auf einer Tour oder seit Gründung der Band gespielt wurden. Als Zugabe gibt es zu jedem Lied das passende Musikvideo mit Songtext.

Nur wenige Monate nach dem erfolgreichen Launch von Songtexte.com folgt mit setlist.fm die zweite Musik-Plattform der netdo Establishment mit Sitz in Vaduz. In Deutschland wird setlist.fm von der Media-Agentur Molindo GmbH betreut.

Jupidi - Flirten via SMS

15. August 2008

Mit Jupidi ist ein neuer mobiler Flirtdienst in Deutschland gestartet. Der Service überprüft “Liebes-Chancen” von Jugendlichen.

Die Macher von Jupidi heißen Kjell Fischer, Jascha Samadi und Benny Schilling. Die Hamburger wollen den Jugendlichen helfen, beim ersten Flirtversuch keine öffentliche Abfuhr erleiden zu müssen. Die Kontaktanbahnung funktioniert bei Jupidi über eine SMS.

„Vor dem ersten Kontakt zwischen Verknalltem und Schwarm, prüfen wir, ob auch die umschwärmte Person Interesse zeigt. Erst danach wird der Kontakt zwischen beiden, entweder anonym über Jupidi oder direkt eins zu eins hergestellt“, so Kjell Fischer, Geschäftsführer und Gründer von Jupidi. Der Absender der Flirt-Botschaften muss 99 Cent für die erste SMS zahlen. Jede weitere Kurzmitteilung kostet 49 Cent. Für die angeflirtete Person entstehen keine Kosten.

Der mobile Flirtdienst, der von der Beteiligungsgesellschaft Neuhaus Partners und der KfW finanziell unterstützt wird, soll vor allem einsamen jugendlichen Herzen zwischen 12 und 19 Jahren das Flirten erleichtern.

Die Musik-Community Songtexte.com feiert einen umfassenden Relaunch. Die Plattform strahlt in neuem Glanz und bietet viele neue Features zum Entdecken von Musik.

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Songtexte.com hat die Suche nach Lyrics komplett überarbeitet, sodass nun über 220.000 Songtexte aller Genres gefunden werden. Das Musik Mash-Up greift auf den Fundus von lyricwiki zurück. Dabei wurde bei der Entwicklung besonders Wert auf die Einfachheit der Bedienung und die Datenqualität gelegt. Durch die Zusammenarbeit mit Audioscrobbler und musicbrainz steht den Besuchern eine umfangreiche Auswahl an Artists und Songs zur Verfügung.

Als weiteres neues Feature präsentiert Songtexte.com zu jedem Songtext das passende Musik-Video von Youtube. Zudem verfügt jeder Artist über eine eigene Seite mit Beschreibung und Auflistung aller Alben, Fans und vielem mehr. Damit will Songtexte.com eine enge Verknüpfung zwischen Musik und Community herstellen. Passend dazu kann jeder Nutzer ein Profil einrichten, über das mit anderen Musikbegeisterten kommuniziert werden kann. Besonderes Augenmerk liegt darauf auf dem Musikprofil, das den Musikgeschmack des Profilinhabers zeigt. Weitere Kennenlerntreffs sind die Gruppen, die das Forum der alten Seite ersetzt haben.

Songtexte.com ist im Jahr 2001 als Freizeitprojekt von drei Schülern gestartet worden. Von Beginn an wurde auf die Komponenten des Web2.0, wie Profile oder Foren, gesetzt, die der Plattform zu raschem Wachstum verhalfen. Seit 2008 ist die Netdo Establishment mit Sitz in Vaduz neuer Betreiber von Songtexte.com. Finanziert wird der kostenlose Service über Werbung und Provisionen von Verkaufspartnern wie Amazon und iTunes.

Anmerkung: Songtexte.com wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Media-Agentur Molindo GmbH betreut, an der ich beteiligt bin.

Die beiden Startups Respectance und Tributes wollen Todesanzeigen ins Netz verlagern und eine virtuelle Gedenkstätte für Hinterbliebene schaffen.

respectance

Bei Respectance können Angehörige online ihre Trauer mit anderen teilen. Das von Richard Derks und Todd Wilkinson im Juli 2007 gegründete Startup, soll gerade für Familien, die weit verstreut leben, ein gemeinsamer, virtueller Ort zum Trauern sein. Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft immer älter wird, sei es wichtig, Menschen bei der Trauerarbeit zu helfen, erklären die Betreiber von Respectance. Mit einem virtuellen Grabstein wird die Möglichkeit geboten, die Gefühle gegenüber anderen auszudrücken. Nutzer setzen aber nicht nur ihren verstorbenen Angehörigen ein Denkmal, sondern auch ihren Idolen. So zählt das Profil von Kurt Cobain zu eines der meist besuchtesten. Respectance unterhält Niederlassungen in San Franzisko, Amsterdam und Krakau.

Tributes.com will ebenfalls zum Sammelbecken für alle Todesanzeigen werden. Der Gründer des Online-Jobportals Monster.com Jeff Taylor startet die Plattform für Verstorbene offiziell im Juni. Das Portal will seine Dienstleistungen zusätzlich an Beerdigungsinstitute weiterverkaufen, die dann die Online-Gedenkstätte in ihre üblichen Service-Pakete einflechten und mitverkaufen kann und darüber hinaus eine Suchdatenbank zur Verfügung stellen, in der nach Informationen über verstorbene Personen recherchiert werden kann.

Dass es einen Bedarf an virtuellen Friedhöfen für Hinterbliebene gibt, zeigen etliche Profile bei MySpace und Facebook. Immer wieder richten Leute dort eine virtuelle Gedenkstätte ein, um Freunden oder Familienmitgliedern einen Platz zum Trauern zu geben. Im deutschsprachigen Raum hat die Verlagerung der Trauerarbeit ins Internet erst begonnen. Zeitungen und Bestattungsunternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten nun vermehrt die Möglichkeit für virtuelle Trauerarbeit und Online-Gedenkstätten.

Noch im Jahr 2000 war my.mp3.com spektakulär nach einer Klage der amerikanischen Musikindustrie gescheitert, als das Unternehmen eine Plattform für das Web-Streaming der eigenen Musiksammlung angeboten hatte. Mittlerweile hat sich offenbar die Einsicht durchgesetzt, dass die Nutzung eines solchen Dienstes durch das Recht auf Privatkopie gesichert ist, und es etablierten sich zahlreiche Hosting-Dienste (z. B. mp3tunes und anywhere.fm). Einen Schritt weiter geht tunesBag: Das Startup (derzeit noch in der Closed-Beta-Phase) ermöglicht darüber hinaus das Teilen der eigenen mp3-Sammlung mit bis zu 10 Freunden.

tunesBag-Screenshot

Wie zweinull.cc feststellt, tritt tunesBag in den Wettbewerb mit Simfy und MusicMakesFriends, die beide ein ähnliches Konzept verfolgen. Ohne einen Vergleich zu diesen beiden Plattformen ziehen zu können, fällt mein Urteil über tunesBag sehr positiv aus: Das Browsen durch die eigene Musiksammlung und durch die Playlists der Freunde ist an Apples iTunes angelehnt, was (zumindest iTunes-Kennern) eine intuitive Navigation ermöglicht. Da tunesBag sich konsequent an Web-Standards hält, läuft der Dienst sogar bemerkenswert stabil auf meinem uralten iBook unter Firefox 1. Besonders gelungen finde ich die Integration mit weiteren Web 2.0-Anwendungen, wie Facebook, last.fm, Twitter, MyStrands und Blogger. Ein Wermutstropfen aus meiner Sicht ist allerdings die fehlende Möglichkeit, eigene mp3s wieder runterladen zu können. In Zukunft soll auch der Download der eigenen mp3s möglich sein – damit kann tunesBag auch als Backup-Service punkten.

Thomas hat für unseren österreichischen Schwesterblog ein Interview mit dem tunesBag-Gründer Hansjörg Posch geführt. Ein empfehlenswertes Review von tunesBag findet sich im angesprochenen Beitrag auf zweinull.cc. Auch bei uns gibt’s noch einige Beta-Invites zur Vergabe – hinterlasst einfach einen Kommentar mit eurer E-Mail-Adresse.