Mit Songtexte.com Musik erleben
30. May 2008
Songtexte.com hat die Suche nach Lyrics komplett überarbeitet, sodass nun über 220.000 Songtexte aller Genres gefunden werden. Das Musik Mash-Up greift auf den Fundus von lyricwiki zurück. Dabei wurde bei der Entwicklung besonders Wert auf die Einfachheit der Bedienung und die Datenqualität gelegt. Durch die Zusammenarbeit mit Audioscrobbler und musicbrainz steht den Besuchern eine umfangreiche Auswahl an Artists und Songs zur Verfügung.
Als weiteres neues Feature präsentiert Songtexte.com zu jedem Songtext das passende Musik-Video von Youtube. Zudem verfügt jeder Artist über eine eigene Seite mit Beschreibung und Auflistung aller Alben, Fans und vielem mehr. Damit will Songtexte.com eine enge Verknüpfung zwischen Musik und Community herstellen. Passend dazu kann jeder Nutzer ein Profil einrichten, über das mit anderen Musikbegeisterten kommuniziert werden kann. Besonderes Augenmerk liegt darauf auf dem Musikprofil, das den Musikgeschmack des Profilinhabers zeigt. Weitere Kennenlerntreffs sind die Gruppen, die das Forum der alten Seite ersetzt haben.
Songtexte.com ist im Jahr 2001 als Freizeitprojekt von drei Schülern gestartet worden. Von Beginn an wurde auf die Komponenten des Web2.0, wie Profile oder Foren, gesetzt, die der Plattform zu raschem Wachstum verhalfen. Seit 2008 ist die Netdo Establishment mit Sitz in Vaduz neuer Betreiber von Songtexte.com. Finanziert wird der kostenlose Service über Werbung und Provisionen von Verkaufspartnern wie Amazon und iTunes.
Anmerkung: Songtexte.com wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Media-Agentur Molindo GmbH betreut, an der ich beteiligt bin.
Social Networks für Verstorbene
11. May 2008
Die beiden Startups Respectance und Tributes wollen Todesanzeigen ins Netz verlagern und eine virtuelle Gedenkstätte für Hinterbliebene schaffen.
Bei Respectance können Angehörige online ihre Trauer mit anderen teilen. Das von Richard Derks und Todd Wilkinson im Juli 2007 gegründete Startup, soll gerade für Familien, die weit verstreut leben, ein gemeinsamer, virtueller Ort zum Trauern sein. Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft immer älter wird, sei es wichtig, Menschen bei der Trauerarbeit zu helfen, erklären die Betreiber von Respectance. Mit einem virtuellen Grabstein wird die Möglichkeit geboten, die Gefühle gegenüber anderen auszudrücken. Nutzer setzen aber nicht nur ihren verstorbenen Angehörigen ein Denkmal, sondern auch ihren Idolen. So zählt das Profil von Kurt Cobain zu eines der meist besuchtesten. Respectance unterhält Niederlassungen in San Franzisko, Amsterdam und Krakau.
Tributes.com will ebenfalls zum Sammelbecken für alle Todesanzeigen werden. Der Gründer des Online-Jobportals Monster.com Jeff Taylor startet die Plattform für Verstorbene offiziell im Juni. Das Portal will seine Dienstleistungen zusätzlich an Beerdigungsinstitute weiterverkaufen, die dann die Online-Gedenkstätte in ihre üblichen Service-Pakete einflechten und mitverkaufen kann und darüber hinaus eine Suchdatenbank zur Verfügung stellen, in der nach Informationen über verstorbene Personen recherchiert werden kann.
Dass es einen Bedarf an virtuellen Friedhöfen für Hinterbliebene gibt, zeigen etliche Profile bei MySpace und Facebook. Immer wieder richten Leute dort eine virtuelle Gedenkstätte ein, um Freunden oder Familienmitgliedern einen Platz zum Trauern zu geben. Im deutschsprachigen Raum hat die Verlagerung der Trauerarbeit ins Internet erst begonnen. Zeitungen und Bestattungsunternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten nun vermehrt die Möglichkeit für virtuelle Trauerarbeit und Online-Gedenkstätten.
tunesBag: mp3-Streaming und -Sharing
28. March 2008
Noch im Jahr 2000 war my.mp3.com spektakulär nach einer Klage der amerikanischen Musikindustrie gescheitert, als das Unternehmen eine Plattform für das Web-Streaming der eigenen Musiksammlung angeboten hatte. Mittlerweile hat sich offenbar die Einsicht durchgesetzt, dass die Nutzung eines solchen Dienstes durch das Recht auf Privatkopie gesichert ist, und es etablierten sich zahlreiche Hosting-Dienste (z. B. mp3tunes und anywhere.fm). Einen Schritt weiter geht tunesBag: Das Startup (derzeit noch in der Closed-Beta-Phase) ermöglicht darüber hinaus das Teilen der eigenen mp3-Sammlung mit bis zu 10 Freunden.

Wie zweinull.cc feststellt, tritt tunesBag in den Wettbewerb mit Simfy und MusicMakesFriends, die beide ein ähnliches Konzept verfolgen. Ohne einen Vergleich zu diesen beiden Plattformen ziehen zu können, fällt mein Urteil über tunesBag sehr positiv aus: Das Browsen durch die eigene Musiksammlung und durch die Playlists der Freunde ist an Apples iTunes angelehnt, was (zumindest iTunes-Kennern) eine intuitive Navigation ermöglicht. Da tunesBag sich konsequent an Web-Standards hält, läuft der Dienst sogar bemerkenswert stabil auf meinem uralten iBook unter Firefox 1. Besonders gelungen finde ich die Integration mit weiteren Web 2.0-Anwendungen, wie Facebook, last.fm, Twitter, MyStrands und Blogger. Ein Wermutstropfen aus meiner Sicht ist allerdings die fehlende Möglichkeit, eigene mp3s wieder runterladen zu können. In Zukunft soll auch der Download der eigenen mp3s möglich sein – damit kann tunesBag auch als Backup-Service punkten.
Thomas hat für unseren österreichischen Schwesterblog ein Interview mit dem tunesBag-Gründer Hansjörg Posch geführt. Ein empfehlenswertes Review von tunesBag findet sich im angesprochenen Beitrag auf zweinull.cc. Auch bei uns gibt’s noch einige Beta-Invites zur Vergabe – hinterlasst einfach einen Kommentar mit eurer E-Mail-Adresse.
Hobnox - Von Künstlern für Künstler
29. February 2008
Hobnox bietet Künstlern eine Möglichkeit, sich zu präsentieren und bekannter zu machen Das Startup setzt nicht nur auf Streaming von Musik und Video, sondern leistet den Kreativen auch Unterstützung beim Produzieren.
Hobnox positioniert sich als eine Online-Entertainment-Plattform und will qualitätsorientiertes Web-TV, moderne Community-Infrastruktur und einzigartige Technologien verbinden. Hobnox kommt aus dem Englischen, zur Hälfte. “to hobnob” bedeutet “mit Freunden abhängen”, und “nox” ist eine Abkürzung für “new open media experience”. “Der Name sollte ein fantasievolles Potenzial haben”, sagt Gründer Alfred Tolle.
Viele Künstler haben das Internet schon als eigene Vermarktungsplattform entdeckt. Diesen Kreativen bekommen auf Hobnox die Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Die Redaktion aus ausgesuchten Experten entscheidet, welche Beiträge auf den vier Hobnox Channels gezeigt werden. “Ein wichtiger Schritt für die Video- und Audioproduktion der Zukunft ist es, den Kreativen ein umfangreiches, leicht bedienbares und qualitativ hochwertiges Online-Angebot zu bieten,” betont Yousef Hammoudah, Programm- und Marketingleiter von Hobnox.
Hobnox wurde von einem Team erfahrener Unternehmer und Führungskräfte aus der Online-, Film-, Musik- und Technologie-Branche gegründet. Mit Alfred Tolle, Ex-CEO von Lycos Inc., und Alexander Gorny, vormals Pixelpark, sitzen bei Hobnox bekannte Namen mit im Boot. Hobnox wurde mit Venture-Kapital im siebenstelligen Bereich finanziert. Geld will das Unternehmen über Werbung, sowie über Premiumdienste erziehlen.
Das deutsch-amerikanische Unternehmen arbeitet dezentral und verbindet die Netzwerke der Gründer an den Standorten Köln, Berlin und München. Darüber hinaus unterhält Hobnox ein Büro in Boston, USA. “Amerika ist zur Zeit aber eher ein Testfeld. Wir wollen uns voll und ganz auf den deutschen Markt konzentrieren”, so Pressesprecher Ulrich Schmidt-Marwede.
Dodo vernetzt Reisende
22. February 2008
dodo.com ist eine internationale Reisecommunity, die Individual- Reisende weltweit miteinander verbindet und den Austausch von Reiseerfahrungen fördert.
Auf dodo.com können Reisetipps, Reiseberichte, Fotos und Videos veröffentlicht werden und Kontakte mit gleichgesinnten Reisebegeisterten geknüft werden. Derzeit befindet sich die Reise-Plattform noch in der “closed beta” und startet offiziell im März.
“Da Pauschal- und Katalogreisen nie unser Ding waren, haben wir versucht mit dodo.com einen Service zu schaffen, den wir als Individualreisende in den letzten Jahren bei unseren eigenen Reisevorbereitungen immer vermisst haben,” so die Gründer Daniel Hoffmann und Axel Lehmann. Die beiden Unternehmer wollen von Dublin aus (derzeit noch Berlin) eine Reisecommunity aufbauen, die den Austausch von reisefreudigen Menschen aus der ganzen Welt ermöglicht. Um auch echten Individualisten einen hochwertigen Service anbieten zu können, wurden bereits 2 Millionen bewohnte Orte mit Geo-Koordinaten in der Datenbank gespeichert.
Betreiber von Dodo.com ist die transparent GmbH & Co. KG mit den Geschäftsführern Axel Lehmann und Daniel Hoffmann. Seit einem Jahr entwickelt das Team mit 9 Mitarbeitern (davon 5 Entwicklern) an der Reisecommunity. Die Erlöse aus dem Versicherungsmarkt, dem Kerngeschäft von transparent, ermöglichen eine komplette Eigenfinanzierung der Reisecommunity.





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