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	<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 09:19:55 +0000</pubDate>
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		<title>Mit Songtexte.com Musik erleben</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 12:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gabriel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Communities]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Musik-Community Songtexte.com feiert einen umfassenden Relaunch. Die Plattform strahlt in neuem Glanz und bietet viele neue Features zum Entdecken von Musik.

Songtexte.com hat die Suche nach Lyrics komplett überarbeitet, sodass nun über 220.000 Songtexte aller Genres gefunden werden. Das Musik Mash-Up greift auf den Fundus von lyricwiki zurück. Dabei wurde bei der Entwicklung besonders Wert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left"><strong>Die Musik-Community Songtexte.com feiert einen umfassenden Relaunch. Die Plattform strahlt in neuem Glanz und bietet viele neue Features zum Entdecken von Musik.</strong></div>
<p><a target="_blank" href="http://www.songtexte.com"><img title="songtexte.com_screen" id="image127" alt="songtexte.com_screen" src="http://www.internetszene.com/wp-content/uploads/2008/05/songtextecom_screen.jpg" /></a></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.songtexte.com">Songtexte.com</a> hat die Suche nach <a target="_blank" href="http://www.songtexte.com">Lyrics</a> komplett überarbeitet, sodass nun über 220.000 Songtexte aller Genres gefunden werden. Das Musik Mash-Up greift auf den Fundus von lyricwiki zurück. Dabei wurde bei der Entwicklung besonders Wert auf die Einfachheit der Bedienung und die Datenqualität gelegt. Durch die Zusammenarbeit mit Audioscrobbler und musicbrainz steht den Besuchern eine umfangreiche Auswahl an Artists und Songs zur Verfügung.</p>
<p>Als weiteres neues Feature präsentiert <a target="_blank" href="http://www.songtexte.com">Songtexte.com</a> zu jedem Songtext das passende Musik-Video von Youtube. Zudem verfügt jeder Artist über eine eigene Seite mit Beschreibung und Auflistung aller Alben, Fans und vielem mehr. Damit will <a target="_blank" href="http://www.songtexte.com">Songtexte.com</a> eine enge Verknüpfung zwischen Musik und Community herstellen. Passend dazu kann jeder Nutzer ein Profil einrichten, über das mit anderen Musikbegeisterten kommuniziert werden kann. Besonderes Augenmerk liegt darauf auf dem Musikprofil, das den Musikgeschmack des Profilinhabers zeigt. Weitere Kennenlerntreffs sind die Gruppen, die das Forum der alten Seite ersetzt haben.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.songtexte.com">Songtexte.com</a> ist im Jahr 2001 als Freizeitprojekt von drei Schülern gestartet worden. Von Beginn an wurde auf die Komponenten des Web2.0, wie Profile oder Foren, gesetzt, die der Plattform zu raschem Wachstum verhalfen. Seit 2008 ist die <a target="_blank" href="http://www.netdo.li">Netdo Establishment</a> mit Sitz in Vaduz neuer Betreiber von <a target="_blank" href="http://www.songtexte.com">Songtexte.com</a>. Finanziert wird der kostenlose Service über Werbung und Provisionen von Verkaufspartnern wie Amazon und iTunes.</p>
<p><em>Anmerkung: <a target="_blank" href="http://www.songtexte.com">Songtexte.com</a> wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Media-Agentur <a target="_blank" href="http://www.molindo.at">Molindo GmbH</a></em> betreut, an der ich beteiligt bin.</p>
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		<title>Social Networks für Verstorbene</title>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 15:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gabriel</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Communities]]></category>

		<category><![CDATA[Startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Die beiden Startups Respectance und Tributes wollen Todesanzeigen ins Netz verlagern und eine virtuelle Gedenkstätte für Hinterbliebene schaffen.

Bei Respectance können Angehörige online ihre Trauer mit anderen teilen. Das von Richard Derks und Todd Wilkinson im Juli 2007 gegründete Startup, soll gerade für Familien, die weit verstreut leben, ein gemeinsamer, virtueller Ort zum Trauern sein. Gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die beiden Startups Respectance und Tributes wollen Todesanzeigen ins Netz verlagern und eine virtuelle Gedenkstätte für Hinterbliebene schaffen.</strong></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.respectance.com"><img alt="respectance" id="image122" src="http://www.internetszene.com/wp-content/uploads/2008/05/respectance.jpg" /></a></p>
<p>Bei <a target="_blank" href="http://respectance.com/">Respectance</a> können Angehörige online ihre Trauer mit anderen teilen. Das von Richard Derks und Todd Wilkinson im Juli 2007 gegründete Startup, soll gerade für Familien, die weit verstreut leben, ein gemeinsamer, virtueller Ort zum Trauern sein. Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft immer älter wird, sei es wichtig, Menschen bei der Trauerarbeit zu helfen, erklären die Betreiber von Respectance. Mit einem virtuellen Grabstein wird die Möglichkeit geboten, die Gefühle gegenüber anderen auszudrücken.  Nutzer setzen aber nicht nur ihren verstorbenen Angehörigen ein Denkmal, sondern auch ihren Idolen. So zählt das Profil von Kurt Cobain zu eines der meist besuchtesten. Respectance unterhält Niederlassungen in San Franzisko, Amsterdam und Krakau.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.tributes.com">Tributes.com</a> will ebenfalls zum Sammelbecken für alle Todesanzeigen werden. Der Gründer des Online-Jobportals Monster.com Jeff Taylor startet die Plattform für Verstorbene offiziell im Juni. Das Portal will seine Dienstleistungen zusätzlich an Beerdigungsinstitute weiterverkaufen, die dann die Online-Gedenkstätte in ihre üblichen Service-Pakete einflechten und mitverkaufen kann und darüber hinaus eine Suchdatenbank zur Verfügung stellen, in der nach Informationen über verstorbene Personen recherchiert werden kann.</p>
<p>Dass es einen Bedarf an virtuellen Friedhöfen für Hinterbliebene gibt, zeigen etliche Profile bei MySpace und Facebook. Immer wieder richten Leute dort eine virtuelle Gedenkstätte ein, um Freunden oder Familienmitgliedern  einen Platz zum Trauern zu geben.   Im deutschsprachigen Raum hat die Verlagerung der Trauerarbeit ins Internet erst begonnen. Zeitungen und Bestattungsunternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten nun vermehrt die Möglichkeit für virtuelle Trauerarbeit und Online-Gedenkstätten.</p>
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		<title>CommunityCamp Berlin 08</title>
		<link>http://www.internetszene.com/2008/05/05/communitycamp-berlin-08/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 17:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Ellensohn</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Communities]]></category>

		<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade erst hat Kai-Uwe Hellmann die Idee geäußert, dieses Jahr ein CommunityCamp zu organisieren, schon stecken wir mitten in der Planung. Gemeinsam mit ihm, Vivan Pein, Fabio Bacigalupo, Matias Roskos und Frank Feldmann werde ich versuchen, das Drumherum für ein themenbezogenes BarCamp am 1. und 2. November bei cimdata in Berlin auf die Beine zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerade erst hat <a title="Commercial Communities" href="http://markeninstitut.wordpress.com/2008/03/01/communitycamp-in-berlin/">Kai-Uwe Hellmann die Idee geäußert</a>, dieses Jahr ein <a title="mixxt-Plattform des CommunityCamps" href="http://communitycamp.mixxt.de">CommunityCamp</a> zu organisieren, schon stecken wir mitten in der Planung. Gemeinsam mit ihm, <a title="zeniscalm in the chaos" href="http://inthechaos.de/blog/?p=314">Vivan Pein</a>, <a title="podcast.de-Blog" href="http://blog.podcast.de">Fabio Bacigalupo</a>, <a title="Visual-Orgasm-Blog" href="http://www.visualblog.de/?p=1213">Matias Roskos und Frank Feldmann</a> werde ich versuchen, das Drumherum für ein themenbezogenes BarCamp am 1. und 2. November bei <a title="cimdata.de" href="http://www.cimdata.de">cimdata</a> in Berlin auf die Beine zu stellen.</strong></p>
<p><a href="http://communitycamp.mixxt.de"><img alt="CommunityCamp Berlin 08" src="http://www.internetszene.com/wp-content/uploads/2008/05/communitycampberlin450.jpg" /></a></p>
<p>Wie Kai-Uwe schön beschreibt, ist das Ziel des CommunityCamps ein offener Austausch über <em>das auch technologische, vor allem aber soziale Verhältnis zwischen Plattformbetreibern und sozialen Netzwerken</em> im Internet. <em>Im Mittelpunkt des Camps stehen Aspekte wie Besucherbindung, User-Loyalität, Community Affinität, Community Building, Community Metrics &amp; Management, Mitgliederaktivität, Differenzierung nach Zentrum und Peripherie, Binnenhierarchisierung, Identifikationsgrade, Abwanderbereitschaft, Verlustängste, Verteidigungsbereitschaft, Corporate Blogs, Unternehmenskritik, Zensur etc.</em></p>
<p>Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Team und bin sehr gespannt auf die Sessions und Gespräche, die uns auf dem CommunityCamp erwarten. Die Anmeldung erfolgt getrennt für die beiden Session-Tage auf unserer <a href="http://communitycamp.mixxt.de/networks/events/index">mixxt-Seite</a> – die Listen sind geöffnet. Willkommen sind alle, die zum Gelingen des Camps beitragen möchten! Allen Interessierten, die bisher keine Erfahrung mit <a title="BarCamp - Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp">BarCamps</a> sammeln konnten, sei <a title="mixxt-Plattform des CommunityCamps" href="http://communitycamp.mixxt.de/networks/wiki/index.Konzept">dieser Einführungstext</a> empfohlen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kennzahlen zur Community-Forschung (2)</title>
		<link>http://www.internetszene.com/2008/04/17/kennzahlen-zur-community-forschung-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 13:14:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Ellensohn</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Communities]]></category>

		<category><![CDATA[Research]]></category>

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		<description><![CDATA[Es weiß, es gibt mehrere Gründe mich zu hassen. Einer davon ist, dass ich meine Blog-Serien nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitrahmens zu Ende führe. Das liegt zum Teil tatsächlich an Faulheit (hey, wir verdienen mit Internetszene.com schließlich kein Geld) – meine Ausrede für heute aber ist, dass ich noch etwas mehr Zeit für Recherche und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es weiß, es gibt mehrere Gründe mich zu hassen. Einer davon ist, dass ich meine Blog-Serien nicht innerhalb eines vertretbaren Zeitrahmens zu Ende führe. Das liegt zum Teil tatsächlich an Faulheit (hey, wir verdienen mit Internetszene.com schließlich <em>kein</em> Geld) – meine Ausrede für heute aber ist, dass ich noch etwas mehr Zeit für Recherche und Denkarbeit benötigt habe. Ob letzteres etwas gebracht hat, entscheidet ihr. Als Bonus für die lange Wartezeit gibt’s mindestens <em>zwei</em> weitere Beiträge statt dem versprochenen einen. <img src='http://www.internetszene.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Nachdem ich im <a href="http://www.internetszene.com/2008/02/26/kennzahlen-zur-community-forschung-1">ersten Teil</a> kurz das Ergebnis <a href="http://markeninstitut.wordpress.com/2008/02/24/community-metrics/">unserer</a> <a href="http://www.ampriceblog.de/2008/02/29/diskussion-zur-messbarkeit-von-online-communities/">Session</a> &#8220;Zahlenfetischismus und Communities&#8221; auf dem <a href="http://barcamphannover.mixxt.de">BarCamp Hannover</a> zusammengefasst habe, will ich mich nun konkreter damit beschäftigen, wie Communities auf standardisierte Weise miteinander verglichen werden könnten. Ein solcher Vergleich ist vor allem wichtig, um (beispielsweise als Vermarkter oder Investor) den aktuellen Wert einer Community einschätzen und benchmarken zu können.</strong></p>
<p>Vorab: Dank <a title="Viralmythen" href="http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/">Benedikt Köhlers Gedanken</a> zur Messbarkeit von Online-Communities erlebte unsere BarCamp-Session eine erstaunliche <a title="Rivva" href="http://rivva.de/about/http://blog.metaroll.de/2008/03/12/warum-wir-eine-arbeitsgemeinschaft-blog-und-communityforschung-brauchen/">Anschlusskommunikation in der Blogosphäre</a> – interessanterweise mit einem ebenso spannenden, aber anderem Verständnis des Begriffs &#8216;Community&#8217; (nämlich als Gemeinschaft aller Micro-Publisher wie Blogger und Podcaster). In unserer ursprünglichen Diskussion ging es vielmehr um Communities, die an einen bestimmten Anbieter gebunden sind – wie z.B. die derzeit verbreiteten Social Networks. Sieht man sich alleine solche Anbieter-gebundenen Communities im Internet an, erkennt man bereits eine enorme Formenvielfalt. Da gibt es beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Social      Networks (von unspezifischen Formen bis hin zu sehr spezifischen      Special-Interest-Plattformen),</li>
<li>Diskussionsforen,</li>
<li>Kommerzielle      Communities (Marktplätze, Preisvergleichsseiten etc.),</li>
<li>Social-News-Portale,</li>
<li>File-Sharing-Plattformen      (z.B. Video-, Foto- und Audio-Sharing-Plattformen),</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>Worüber man sich im Klaren sein muss: Alle diese Community-Formen sind einzigartig und können nicht über einen Kamm geschert werden. Alle diese Plattformen und ihre Betreiber verfolgen ihre eigenen Ziele, die kaum auf andere Formen von Communities anwendbar sind. Ich glaube aber, dass sich ein Element zumindest als Teilziel durch all diese verschiedenen Community-Formen zieht: Die <strong>Bindung</strong> der Mitglieder (1) <strong>an die Community</strong> und (2)<strong> an die Plattform</strong>.</p>
<p><strong>Diese Mitglieder-Bindung</strong>, <a title="Occam's Razor" href="http://www.kaushik.net/avinash/2007/10/engagement-is-not-a-metric-its-an-excuse.html">so schwammig und abstrakt</a> dieser Begriff auch für Analytics-Fans sein mag, <strong>stellt für Community-Hosts die unmittelbare Vorstufe ihres Erfolgs dar</strong>: Marktplätze machen mehr Umsatz mit loyalen Mitgliedern, die keine konkurrierenden Marktplätze oder Offline-Kanäle für den Kauf und Verkauf ihrer Produkte nutzen. Werbefinanzierte Plattformen machen einen höheren Umsatz mit häufig wiederkehrenden Mitgliedern. Loyalität und Besuchsfrequenz als Beispiele – beides Folgen einer starken Mitgliederbindung.</p>
<p>Was bedeutet diese (zugegeben: simple) Erkenntnis, wenn es an die Erfolgsmessung von Communities geht? Ganz einfach: Obwohl diese ominöse &#8216;Bindung&#8217; für unterschiedliche Community-Formen auf unterschiedliche Weisen operationalisiert werden muss, lässt sich ein grundsätzliches Messmodell auf alle Communities anwenden:</p>
<div><img alt="Bindungsarten bei Online-Communities" src="http://www.internetszene.com/wp-content/uploads/2008/04/community-bindungsarten.png" /></div>
<p>Über die Messung von Bindung bei Community-Mitgliedern wird viel geschrieben, viel gebloggt und viel präsentiert – überraschenderweise unterscheidet aber kaum jemand (Hinweise bitte an unsere Dienststelle ;-)) zwischen der Mitgliederbindung an die <strong>Community</strong> selbst und ihrer Bindung an den <strong>Anbieter</strong> des Online-Dienstes. In der Regel werden die beiden Konstrukte nicht voneinander getrennt. Das ist meines Erachtens ein großer Fehler, denn ich gehe (für jetzt ohne empirische Fundierung) davon aus, dass die Implikationen dieser beiden Bindungs-Formen völlig unterschiedlich sind:</p>
<ul>
<li>Die <strong>Mitgliederbindung an die Community</strong>      sagt mir <em>für einzelne Mitglieder</em>,      wie hoch ihre Wahrscheinlichkeit ist, in Zukunft wiederzukehren und      bestimmte Handlungen auszuführen.</li>
<li>Die <strong>Mitgliederbindung an die Plattform</strong>      sagt mir <em>auf aggregierter Ebene</em>,      wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass meine gesamte Community zu einem      anderen Anbieter abwandert (wie es beispielsweise den <a title="Kiezkollegen" href="http://www.kiezkollegen.de">Kiezkollegen</a>      ergangen ist, als StudiVZ seinen Aufstieg feierte).</li>
</ul>
<p>Beide Bindungskomponenten bewirken gemeinsam ein bestimmtes Nutzerverhalten (hey ho, Analytics). Auf dieses verbindende Element möchte ich im nächsten Beitrag eingehen. Dort soll es dann auch konkreter um KPIs gehen, die als Indikatoren für die Mitgliederbindung herangezogen werden können. Und diesmal soll es bis zur Fortsetzung auch wirklich nicht mehr sooo lange dauern&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Unreife Blogger: Rezension und Original</title>
		<link>http://www.internetszene.com/2008/04/11/unreife-blogger-rezension-und-original/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 19:40:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Barczok</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Für meine Masterarbeit lese ich gerade einen der beiden Forschungsbände, die Sabine Pamperrien in der Netzeitung zum Urteil &#8220;Deutsche Blogger sind unpolitisch und unreif&#8221; geführt haben. Hier ein paar Hinweise und Aufklärungsversuche meinerseits.
Erstmal: Jan Schmidt, einer der Herausgeber der Bände, hat auf Schmidt mit Dete bereits darauf hingewiesen: Der Netzeitung-Artikel bezieht sich auf zwei Studien, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für meine Masterarbeit lese ich gerade <a href="http://halemverlag.lookingintomedia.com/shop/product_info.php/products_id/154">einen</a> der <a href="http://halemverlag.lookingintomedia.com/shop/product_info.php/products_id/152">beiden Forschungsbände</a>, die<em> </em>Sabine Pamperrien in der <a href="http://www.netzeitung.de/internet/969917.html">Netzeitung </a>zum Urteil &#8220;Deutsche Blogger sind unpolitisch und unreif&#8221; geführt haben. Hier ein paar Hinweise und Aufklärungsversuche meinerseits.</strong></p>
<p>Erstmal: Jan Schmidt, einer der Herausgeber der Bände, hat auf <a href="http://www.schmidtmitdete.de">Schmidt mit Dete</a> bereits <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/120">darauf hingewiesen</a>: Der Netzeitung-Artikel bezieht sich auf zwei Studien, die UNTER ANDEREM in &#8220;Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web (Band 2). Strategien und Anwendungen: Perspektiven für Wirtschaft, Politik und Publizistik&#8221; veröffentlicht sind. Bei den Bänden handelt es sich weitgehend um eine Bestandsaufnahme deutschsprachiger Forschung zum Social Web, wie Jan Schmidt <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/92">schreibt</a>, es geht darin nicht ausschließlich um die deutschsprachige Blogosphäre, wie <a href="http://turi-2.blog.de/2008/04/11/heute2-post-frankfurter-rundschau-berlin-4028318">andere schrieben</a>.</p>
<p>In dem Zusammenhang stimme ich Marc von der Wissenswerkstatt zu, <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/11/verstaendnisschwierigkeiten-und-kontraproduktive-schlagzeilen-wie-man-den-wissenschaftlichen-forschungsstand-zum-social-web-einseitig-darstellt-werkstattnotiz-lxxviii/">die Rezension sei einseitig.</a> Sie behandelt nur den Ausschnitt, der anscheinend aus Sicht von Frau Pamperrien für den aktuellen Mediendiskurs relevant ist, geht aber kaum auf den eigentlichen Hintergrund der beiden Sammelbände ein.</p>
<p><strong>Medienwatchblogs </strong></p>
<p>Einige der Schlussfolgerungen, die Frau Pamperrien in Bezug auf die Studie zu Medienwatchblogs zieht, konnte ich im Originaltext so nicht wiederfinden.<br />
Hier eine Gegenüberstellung von Rezension und Originaltext:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Journalisten interessieren sich demnach kaum dafür, weshalb die erwünschte Besserung journalistischer Qualität ihre Zielgruppe verfehlt.</em></p>
<p><em>Selbst ein Aushängeschild wie das Bildblog bleibt fast wirkungslos. Die Autorin der Studie folgert, dass die professionelle Akzeptanz der Medienwatchblogs abhängig von richtigen Aufdeckungserfolgen sei. Dazu aber gehöre investigative Recherche. Und die werde aktuell von Bloggern nicht betrieben&#8221; </em>(Rezension Netzeitung)<em><br />
</em></p></blockquote>
<p>Zitat aus der Studie:</p>
<blockquote><p><em>Als Ergebnis der zweiten angewandten Methode, des Leitfadengesprächs, konnte eruiert werden, dass Bildblog als recht wirksame Kontrollinstanz zu bewerten ist. Der zum Bildblog Befragte weiß um seinen externen Kritiker, der bereits zahlreiche Korrekturen erwirkt hat. Für die übrigen Untersuchungssgegenstände hingegen ist zu sagen, dass die Befragten das jeweilige Blog zwar kennen, teilweise auch regelmäßig konsultieren, die darin vorgebrachten Kritikpunkte aber nie als so gravierend eingestuft wurden, dass sie einer Korrektur bedurft hätten.</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>[...]</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>Mehr als die Hälfte der Einträge </em>[Anm.: im Blog Zeit/Meckern]<em> bewirkten eine Verbesserung, und der befragte Zeit.de-Chefredakteur zeigte sich hochzufrieden mit der Arbeit der Blogger.</em></p>
<p><em>[...] </em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>Um sich bei Journalisten wie bei Nicht-Medienschaffenden mehr Gehör zu verschaffen, braucht die Medienwatchblogosphäre wahrscheinlich einmal einen richtig großen Aufdeckungserfolg. </em>(Schönherr, S.132f.)</p></blockquote>
<p>Einen Hinweis darauf, dass eine investigative Recherche von Bloggern nicht betrieben wird, wie Sabine Pamperrien anmerkt, konnte ich im Resümee von Katja Schönherr nicht finden. Die Autorin weist lediglich darauf hin:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Von Scoops deutschsprachiger Medienwatchblogs kann aber weder während des Untersuchungszeitraums noch insgesamt seit Bestehen der Blogs gesprochen werden&#8221; </em>(Schönherr, S.131)</p></blockquote>
<p><strong>Reifegrad der deutschsprachigen Blogosphäre</strong></p>
<p>Die Studie zu Reifegrad, Politisierung, Themen und Bezug zu Nachrichtenmedien ist, soweit ich das sehen kann, im Großen und Ganzen korrekt zitiert. Allerdings: Im Orginaltext wird Reifegrad als &#8220;Ausmaß der Professionalisierung des Bloggens vs. Freizeittätigkeit&#8221; (Berendt et al., S.73) definiert. Den von Pamperrien in der Überschrift gewählte Begriff &#8220;unreif&#8221; halte ich im fehlenden Kontext für irreführend, denn er lässt anders als in der Studie eine Unerfahrenheit oder Unmündigkeit der deutschsprachigen Blogosphäre vermuten.<br />
Hier noch eine Gegenüberstellung von Ausschnitten aus Rezension und Studie:</p>
<p>Rezension:</p>
<blockquote><p><em>Beantwortet werden können diese Fragen vermutlich erst, wenn beide Blogosphären die gleiche Reife erlangt haben. Dazu müssen Blogs zunächst einmal gesellschaftliche Relevanz erlangen. </em></p></blockquote>
<p>Studie:</p>
<blockquote><p><em>Ist die Politiklastigkeit der populären US-amerikanischen Blogs auf den höheren Reifegrad der Blogosphäre zurückzuführen, oder sind die Ursachen allgemein in unterschiedlichen Stellenwerten der Politik in den Gesellschaften zu suchen? Beide Fragen werden sich erst beantworten lassen, wenn deutschsprachige Blogs an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen haben und unterschiedliche Reifegrade damit als mögliche Ursache der markanten Unterschiede zwischen den Blogosphären ausgeschlossen werden können. </em>(Berendt et al., S.95)</p></blockquote>
<p>Die Fragen können also nicht, wie Pamperrien schrieb, beantwortet werden, sobald beide Blogosphären die selbe Reife erlangt haben. Vielmehr kann der Reifegrad als Ursache dann ausgeschlossen werden, wenn die deutschsprachigen Blogs an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen haben. Ein nicht unwesentlicher Unterschied.</p>
<p>Zum Schluss möchte ich noch zum einen <a href="http://netzpolitik.org/2008/deutsche-blogger-sind-unpolitisch-und-unreif/">auf den Kommentar </a>von Markus Beckedahl hinweisen, der Gründe für die unterschiedliche Politisierung von US-amerikanischer und deutscher Blogosphäre nennt.</p>
<p>Zum anderen möchte ich anmerken, dass ich die beiden Tagungsbände, soweit ich das bisher beurteilen kann, für einen außerordentlichen Beitrag für die Forschung im Bereich Social Web in Deutschland halte. Ein absolutes Muss für jeden, der sich wissenschaftlich mit Social Web auseinandersetzen möchte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dank Twitter im Dialog mit den Lesern? (Update)</title>
		<link>http://www.internetszene.com/2008/04/08/dank-twitter-im-dialog-mit-den-lesern/</link>
		<comments>http://www.internetszene.com/2008/04/08/dank-twitter-im-dialog-mit-den-lesern/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 19:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Barczok</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>

		<category><![CDATA[Communities]]></category>

		<category><![CDATA[Konvergenz]]></category>

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		<description><![CDATA[ Noch gibt es keine Bestätigung, ob sich hinter dem heute gestarteten Twitter-Account Mopo tatsächlich Mitarbeiter der Hamburger Morgenpost verbergen. Inzwischen scheint sich zu bestätigen, dass der Twitter-Account der Mopo nicht von Mitarbeitern der Hamburger Morgenpost geführt wird (siehe Sprechblase, ethority blog und  media-ocean). Es wäre nach der Welt Kompakt die zweite Print-Zeitung gewesen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> <strike>Noch gibt es keine Bestätigung, ob sich hinter dem <a href="http://sprechblase.wordpress.com/2008/04/08/die-hamburger-mopo-twittert/">heute</a> <a href="http://www.webzweipunktnull.de/hamburger-morgenpost-nutzt-twitter/">gestarteten</a> Twitter-Account <a href="http://twitter.com//mopo">Mopo</a> tatsächlich Mitarbeiter der <a href="http://www.mopo.de/">Hamburger Morgenpost</a></strike></strong><strong><strike> verbergen.</strike> Inzwischen scheint sich zu bestätigen, dass der <a href="http://twitter.com//mopo">Twitter-Account</a> der Mopo nicht von Mitarbeitern der <a href="http://www.mopo.de/">Hamburger Morgenpost</a> geführt wird (siehe <a href="http://sprechblase.wordpress.com/2008/04/08/die-hamburger-mopo-twittert/">Sprechblase</a>, <a href="http://www.ethority.de/weblog/index.php/archives/2008/die-mopo-twittert-nicht/">ethority blog</a> und  <a href="http://www.media-ocean.de/2008/04/09/mopo-twittert-aber-twittert-auch-die-mopo/">media-ocean</a>). Es wäre nach der <a href="http://www.welt-kompakt.de/">Welt Kompakt</a> </strong><strong>die zweite Print-Zeitung gewesen, die den Micro-Blogging-Dienst für den Dialog mit ihren Lesern nutzen möchte. </strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/webwelt/article866287/Vorsicht_Twitter_toetet_jeden_Nerv.html">&#8220;Vorsicht, Twitter tötet jeden Nerv!&#8221;</a> schimpfte Guido Nedden noch am 15. Mai 2007 in der Rubrik Webwelt-Surfer auf <a href="http://www.welt.de/">Welt Online</a>. Seine Beurteilung des damals begonnenen Hype um den Web-2.0-Dienst <a href="http://twitter.com/help/aboutus">aus San Francisco</a> lautete: &#8220;Twitter und Co. braucht kein Mensch. Diese Webseiten zeigen zwar, wie sich    Kommunikationsmittel wie Internet und Handy miteinander verzahnen lassen.    Doch die Nutzer bombardieren sich fast ausschließlich mit sinnlosen    Informationen. Und das lenkt von den wirklich wichtigen Dingen des Lebens ab.&#8221;</p>
<p>Fast ein Jahr später sieht man das im Hause Axel Springer anders. Am 4. April kündigte die Welt Kompakt sowohl <a href="http://polente.de/2008/04/08/welt-kompakt-hat-ein-twitter-profil/">in Print</a> als auch <a href="http://www.welt.de/webwelt/article1870841/WELT_KOMPAKT_berichtet_live.html">Online</a> an, ihren Lesern ab sofort  einen besonderen Einblick in die Welt-Kompakt-Redaktion zu geben. &#8220;Interessierte User und Leser haben ab sofort die Möglichkeit, hautnah am PC oder über einen mobilen Internet-Zugang bei der Entstehung dabei zu sein&#8221;, lautete es in der <a href="http://www.welt.de/webwelt/article1870841/WELT_KOMPAKT_berichtet_live.html">Online-Ankündigung</a>. Seitdem spricht die Welt Kompakt auf <a href="http://twitter.com/weltkompakt">twitter.com/weltkompakt</a> mit ihren Lesern beziehungsweise mit denjenigen unter ihnen, die es ins Web 2.0 geschafft haben. 177 Kontakte (Follower) zählt die Zeitung auf ihrem Twitter-Konto, wobei der Großteil eher zu den Stammtisch-Webzwonullern als zu den Stammlesern des Blatts zählen dürfte.</p>
<p>Anders als bei Twitter-Accounts mit schlichtem News-Feed (siehe <a href="http://twitter.com/nzz">nzz</a> oder <a href="http://twitter.com/weltonline">weltonline</a>) <strike>versuchen Welt Kompakt und Hamburger Morgenpost</strike> versucht die Welt Kompakt über Twitter in den Dialog mit ihren Lesern zu treten. Diese Entwicklung zeigt, dass sich klassische Medien ernsthaft Gedanken machen, wie sie abseits eigener, kontrollierter User-Foren einen Zugang zu Rezipienten finden können. Der Einsatz von Social Media und neuen Kommunikationsplattformen, die einen offenen Dialog und eine Transparenz der Kommunikation nicht nur ermöglichen sondern geradezu erzwingen, ist eben nicht nur ein aktuelles Thema in der Unternehmenskommunikation. Er betrifft auch den klassischen Journalismus, wo viele erst jetzt erkennen, dass man im Internet nicht nur <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/211/146869/">die neuen Idiotae</a>, sondern auch die eigenen Leser antrifft.</p>
<p>Sicherlich, ich gebe zu, Twitter ist ein als &#8220;The Next Big Thing&#8221; völlig übergehypter Webdienst. Es ist kaum davon auszugehen, dass in ein paar Jahren jeder zweite Mopo-Leser auf dem Weg zum Zeitungskiosk erst auf dem Handy &#8220;nachtwittert&#8221;, ob sich die aktuelle Ausgabe überhaupt lohnt. Aber es ist eines von vielen Kommunikationstools im Netz, die als Social Media eine wichtige Rolle im Dialog von Kommunikatoren mit ihren Lesern spielen werden.</p>
<p>In Twitter haben Welt Kompakt und die Mopo (wenn auch hinter dem Account nicht die Redaktion steckt) auf jeden Fall in schon kräftig <a href="http://twitter.com/kosmar/statuses/784978632">Feedback</a>, <a href="http://twitter.com/kosmar/statuses/785085786">Kritik</a>, <a href="http://twitter.com/moeffju/statuses/785004227">Tipps</a>, <a href="http://twitter.com/scheuermann/statuses/785348183">Kommentare</a> und <a href="http://twitter.com/nicole_de/statuses/784997558">Vorschläge</a> bekommen. Und solange man dort weiterhin aktiv auf die Leser zugeht, dürfte das auch in Zukunft anhalten. Eine kleine Kritik hätte ich allerdings zum Schluss: Bei einem so persönlichem Kommunikationskanal wie Twitter hätte ich gerne die Namen der Redakteure und Mitarbeiter gewusst, die am anderen Ende der Leitung schreiben.</p>
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		<title>re:publica - information overflow</title>
		<link>http://www.internetszene.com/2008/04/06/republica-information-overflow/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 16:56:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Barczok</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>

		<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der re:publica 08 stand einem riesigen Informationsangebot  eine Heerschar von Bloggern gegenüber, die die die Dichte der Inhalte noch weiter erhöhten  - indem sie alles bloggten, twitterten und filmten, was ihnen vor das Handy oder den Laptop lief. Die Konferenz demonstrierte damit am eigenen Beispiel das Problem einer wachsenden Informationsflut im Netz. Zwei Ansätze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der re:publica 08 stand einem riesigen Informationsangebot  eine Heerschar von Bloggern gegenüber, die die die Dichte der Inhalte noch weiter erhöhten  - indem sie alles bloggten, twitterten und filmten, was ihnen vor das Handy oder den Laptop lief. Die Konferenz demonstrierte damit am eigenen Beispiel das Problem einer wachsenden Informationsflut im Netz. Zwei Ansätze zur Lösung lauten: Die Rezipienten müssen das Filtern und das Internet das Vergessen lernen.</strong></p>
<p>&#8220;Was ist dein Fazit für die re:publica 08?&#8221; Ich war am Ende der re:publica froh, zu dieser Frage nur einmal interviewt worden zu sein. Wer sich etwas länger in der Lobby der Kalkscheune aufhielt, lief Gefahr, für sämtliche Weblogs, Podcasts und Video-Blogs des deutschsprachigen Internets sowie für eine Handvoll traditioneller Medien vor Kamera, Mikro oder Notizblock gezerrt und ausgefragt zu werden.</p>
<p>Eine reflektierte Antwort auf die Frage nach dem Fazit war nicht leicht. Denn mit den  zahlreichen Panels und Workshops, die auf der re:publica angeboten wurden, der totalen Berichterstattung (Felix Schwenzel sprach auf <a href="http://wirres.net">wirres.net</a> von &#8220;<a href="http://wirres.net/article/articleview/4844/1/6/">Informationsdünnschiss</a>&#8220;) und den vielen, auf der Blogger-Konferenz tatsächlich noch stattfindenden, offline-face-to-face-Gesprächen galt es erst mal den Berg an Informationen abzuarbeiten.</p>
<p>Diese Situation, die bei einer Konferenz für sich gerne mal selbst reflektierende Bewohner des Internets vermutlich in der Natur der Sache liegt, entspricht so ziemlich der generellen Entwicklung in der Internet-Kommunikation: Wenn jeder überall Text, Bild, Audio und Video live oder zeitversetzt ins Netz übertragen kann, werden wir von einer Informationsflut überschwemmt.</p>
<p>Gerrit van Aaken spricht in dem Zusammenhang in seinem <a href="http://praegnanz.de/">Blog</a> vom &#8220;Informations- und Kommunikationsterror&#8221; und hat <a href="http://praegnanz.de/weblog/digitaler-fruehjahrsputz">seine Konten auf diversen Web-2.0-Diensten gelöscht</a>. Ich glaube nicht, dass man dem Informationschaos gleich mit Abschalten begegnen muss. Allerdings teile ich voll und ganz seine Meinung, dass viele Informationen wie beispielsweise Twitter-Nachrichten im Netz eine Halbwertszeit haben sollten (dazu später mehr).</p>
<p><strong>Auf den Filter kommt es an</strong></p>
<p>Die Lösung für das Problem der Informationsflut ist der richtige Filter: Wenn wir uns durch die reale Welt bewegen, werden wir ständig mit der totalen Reizüberflutung belastet. Dennoch schafft es unser kognitives System, die Dinge zu fokussieren, die für uns in genau diesem einen Moment von Belang sind. Im virtuellen Raum reicht dafür das kognitive System nicht aus, wir brauchen technische Hilfsmittel. Ein Beispiel: Um im Strom von hunderten Weblog-Artikeln die Übersicht zu behalten, können uns News-Aggregatoren wie <a href="http://www.techmeme.com/">Techmeme</a> oder <a href="http://rivva.de/">Rivva</a> dabei helfen, die Informationen in Kontexten zusammenfassen. Hätten wir dazu noch die Möglichkeit eines persönlichen Filters, der Inhalte nach unseren Interessen und Relevanz gewichtet, kommen wir einem optimalen Informationsfilter schon sehr nahe. Ähnliche Tools fehlen bei vielen der neuen Web-2.0-Diensten wie <a href="http://twitter.com/">Twitter</a>. Hashtag-Suchmaschinen wie <a href="http://twemes.com/">twemes.com</a> oder <a href="http://hashtags.org/">hashtags.org</a> sind ein erster Schritt in diese Richtung.</p>
<p>In dem Moment, in dem ich die Informationen der Massenmedien mit denen von Online-Magazinen, Blogs, Podcasts, Webseiten, Microblogs und denen aus meinen Social Networks und privaten Netzwerken in einen Topf werfen kann und am Ende einen für mich effizienten Stream an Inhalten erhalte, hat das System Erfolg. Aus der Flut der Informationen kann ich meinen Teil je nach Bedarf abschöpfen.</p>
<p><strong>Das Netz vergisst nichts</strong></p>
<p>Beim Filtern der Informationsflut bin ich optimistisch: Wir werden dafür in Zukunft Lösungen finden. Das andere Problem, das Gerrit angesprochen hat, wiegt deutlich schwerer: Informationen bleiben im Netz für immer gespeichert. Harvard-Professor <a href="http://www.vmsweb.net/">Viktor Mayer-Schönberger</a> hat es in seiner <a href="http://www.hobnox.com/index.1042.html?stg[content_id]=47febe9f1d72c2e7451947f5f22b3ff0&amp;stg[strategy]=hbx_most_discussed">Keynote &#8220;Nützliches Vergessen&#8221;</a> auf der re:publica sehr treffend dargelegt. War bisher Vergessen leicht und Erinnern schwierig, hat sich das mit dem Internet als allumfassender Speicher unseres kollektiven Gedächtnisses umgedreht. Der Faktor Zeit in Hinblick auf Kommunikation und Information verliert seine Bedeutung, Informationen werden für immer und ewig gespeichert. Dabei ist das Vergessen wichtiger Bestandteil unseres kognitiven Systems und unserer Gesellschaft. Ohne Vergessen bleiben Informationen für immer erhalten, auch wenn ihr Kontext längst verloren ist.</p>
<p>Um diesem zu entgehen, schlägt Mayer-Schönberger vor, dem Netz das Vergessen beizubringen und Informationen ein Verfallsdatum zu geben. Das stellt, meine ich, eine ziemlich unmögliche Aufgabe dar. Denn dazu müssten über Länder- und Kulturgrenzen hinweg alle am Netz beteiligten Parteien fernab möglicher kommerziellen Interessen mithelfen.</p>
<p>Dennoch ist es richtig: Wenn das Internet nicht lernt zu vergessen, dann kann jedes auf einer Party gemachte Foto, jede Jugendsünde oder Peinlichkeit zur ewigen Bürde werden. Und spätestens wenn Suchmaschinen Audio-Inhalte indexieren und die Personensuche anhand von Gesichtserkennung in Bild und Video möglich sein wird, wird das alle von uns in einem nie gekannten Ausmaß betreffen. Wie es funktionieren kann, weiß ich nicht, aber Professor Mayer-Schönberger hat recht: Das Netz muss das Vergessen lernen.</p>
<p><strong>Und das Fazit?</strong></p>
<p>&#8220;Was ist dein Fazit für die re:publica 08?&#8221; Die Frage stellte mir am Freitag Abend nach drei langen Konferenztagen der <a href="http://www.jovelstefan.de/">jovelstefan</a> für seinen <a href="http://hamburger-zum-mittag.de/">Podcast</a>. Ich hätte ihm sagen können, dass mir die meisten Workshops und viele der Panels neue Impulse gegeben haben, dass die Podiumsdiskussionen teilweise interessant waren,  aber einige auch etwas zäh und am Thema vorbei. Auch 2008, so hätte ich sinnieren können, sind Blogger manchmal etwas selbstreferentiell, aber ein interessantes Gespräch kann man mit jedem und jeder von ihnen führen. Ich hätte ihm sagen können, dass für mich <a href="http://citizenreporter.org/">bicyclemark</a> ein perfekte Beispiel für das ist, was ich am Bloggen und dem Internet so spannend finde, und dass Berlin wie immer war: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uga_sPZRF70">Berlin halt</a>. Ich hätte ihm sagen können dass ich keine Wiener im Brötchen mehr sehen kann und noch nie so viel Club Mate getrunken habe.</p>
<p>Als mich jovelstefan fragte, hatte ich all diese Informationen in meinem Kopf noch nicht ausreichend filtern und das Drumherum-Rauschen noch nicht vergessen können. Stattdessen lautete deshalb mein Fazit, als er mir am Abend das Mikro vor die Nase hielt: &#8220;äähhmahmgmähmhmahmmm&#8230;&#8221;</p>
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		<title>Plädoyer für Behavioral Targeting</title>
		<link>http://www.internetszene.com/2008/03/30/pladoyer-fur-behavioral-targeting/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 17:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Ellensohn</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pro &amp; Contra]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Behavioral Targeting wird das Nutzungsverhalten im Internet dafür herangezogen, Online-Werbung besser auf die Interessen der Nutzer abzustimmen, als es über andere Verfahren möglich ist. Obwohl Behavioral Targeting ein immer gewichtigeres Argument für Werbekunden darstellt, ihre Spendings ins Internet zu verlagern und damit eine große Chance für das Medium darstellt, steht es derzeit unter massiver [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim <em>Behavioral Targeting</em> wird das Nutzungsverhalten im Internet dafür herangezogen, Online-Werbung besser auf die Interessen der Nutzer abzustimmen, als es über andere Verfahren möglich ist. Obwohl Behavioral Targeting ein immer gewichtigeres Argument für Werbekunden darstellt, ihre Spendings ins Internet zu verlagern und damit eine große Chance für das Medium darstellt, steht es derzeit unter <a href="http://www.democraticmedia.org/jcblog/?p=498">massiver</a> <a title="SpOn" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,542224,00.html">Kritik</a>. Oft gründet sich diese Kritik auf einer diffusen Angst, von der Werbeindustrie &#8220;ausspioniert&#8221; zu werden. Als Kontrapunkt zu <a title="Plädoyer gegen Behavioral Targeting" href="http://www.internetszene.com/2008/03/30/pladoyer-gegen-behavioral-targeting/">Achims Beitrag</a>, möchte ich zeigen, weshalb die Panik vor den angeblich bösen Targetern unnötig ist.</strong></p>
<p>Die Medienökonomie folgt einfachen und logischen Gesetzen wie diesem: <strong>Je genauer die Interessen und Kaufabsichten von Mediennutzern identifiziert werden können, desto höhere Werbeeinnahmen kann dieses Medium erzielen</strong> (vorausgesetzt natürlich, die Nutzer verfügen über eine entsprechende Kaufkraft). So einfach dieses Gesetz sein mag, so weit reichend sind seine Folgen für die Medienlandschaft: Der deutsche Markt der Fach- und Publikumszeitschriften beispielsweise blüht mit <a title="VDZ" href="http://www.vdz.de/branchendaten.html">über 6.000 Titeln</a> in oft hoher Qualität – weil er der Werbeindustrie klar abgegrenzte Zielgruppen liefern kann. Eine möglichst genaue Ausrichtung von Werbung auf die Interessen der Nutzer bedeutet also nicht nur eine höhere Relevanz der Werbung für die Nutzer selbst, sondern auch eine Steigerung der Medienvielfalt und der Medienqualität. Wer über Targeting im Internet diskutiert, muss sich einer simplen Tatsache bewusst sein: Genaueres Targeting bedeutet mehr und bessere Internet-Dienste.</p>
<p>Die <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2008/03/09/how-do-they-track-you-let-us-count-the-ways/">Datenerhebungsmethoden mancher Internet-Konzerne</a> mögen Besorgnis erregen und lassen möglicherweise tatsächlich Horrorszenarien zu, wie den potenziellen Verkauf von gesundheitsbezogenen Suchanfragen bestimmter Personen an deren Krankenversicherung. Deshalb ist es richtig, <a href="http://www.nytimes.com/2008/03/20/business/media/20adco.html">wie der New Yorker Abgeordnete Richard L. Brodsky</a> über Gesetze nachzudenken, die solche Szenarien verhindern. Was in der Diskussion über Behavioral Targeting aber meist unter den Tisch fällt, ist die Tatsache, dass <strong>die persönliche Identifizierung von Internet-Nutzern für das Targeting völlig unerheblich ist</strong>: Ob ein Banner für eine Porno-Seite an Peter Müller oder an Heidi Schröder ausgeliefert wird, weil er/sie jüngst ein Porno-Angebot ergoogelt und genutzt hat, ist dem Vermarkter völlig wurscht. Hauptsache ist, der Banner erreicht eine Person, die sich für das beworbene Angebot interessiert.</p>
<p>Um nun zu verhindern, dass Peter Müller oder Heidi Schröder aus ihrer religiösen Gemeinde verstoßen werden, gibt es mehrere Ansatzpunkte. Einer ist die getrennte Speicherung von Verhaltensdaten und von Daten zur persönlichen Identifizierung. Dies (unter anderem) fordert Brodsky in seinem <a href="http://assembly.state.ny.us/leg/?bn=A09275">Gesetzesentwurf</a> – und ist in Deutschland nach dem <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/">Datenschutzgesetz</a> längst Realität. Bedenkt man, wie viele im Ausland gehostete Internet-Dienste wir nutzen, ist es durchaus begrüßenswert, wenn sich die Anonymisierung von Nutzungsdaten international durchsetzt. Stimmen, die nun davon ausgehen, dass ein solches Datengeheimnis in der Praxis nicht effektiv durchsetzbar ist, müssen konsequenterweise auch für die sofortige Abschaffung aller privaten Krankenkassen, für ein Berufsverbot aller Ärzte und für das Zerstören aller Beichtstühle plädieren – all diese Institutionen könnten schließlich sensible personenbezogene Informationen weitergeben.</p>
<p>Entscheidend ist vielmehr die Definition von Informationen‚ die eine &#8220;persönliche Identifizierung&#8221; ermöglichen: Im Jahr 2006 löste beispielsweise AOL einen <a title="heise.de" href="http://www.heise.de/newsticker/AOL-veroeffentlichte-Suchanfragen-von-ueber-500-000-Mitgliedern--/meldung/76474">Sturm der Entrüstung</a> aus, als das Unternehmen Millionen unzensierter Suchanfragen von scheinbar anonymisierten Nutzern veröffentlichte. Was AOL nicht bedachte, ist die im Internet häufige Suche nach dem eigenen Namen – und damit in vielen Fällen die Möglichkeit zur Quasi-Identifikation der Suchenden. Suchanfragen als nicht-personenbezogen zu definieren, ist deshalb fahrlässig. Wünschenswert ist aus meiner Sicht eine klar definierte Whitelist verschiedener Datenarten, die an Werbetreibende ausgehändigt werden dürfen.</p>
<p>Ein weiterer oft geforderter Ansatzpunkt zur Einschränkung der Missbrauchsgefahr (den auch Brodsky in seinen Gesetzesentwurf einfließen ließ), ist die freiwillige Entscheidung der Nutzer darüber, ob sie Werbetreibenden ihre Nutzungsdaten für ein Behavioral Targeting zur Verfügung stellen möchten. Ein solches Opt-in/-out halte ich für schwierig: Werden Nutzer, die dem Behavioral Targeting nicht zustimmen, einen höheren Preis für Online-Dienste entrichten müssen, weil sie die Effizienz der Werbung mindern? Funktionieren <a title="Personalisierung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personalisierung_%28Informationstechnik%29#Kollaboratives_Filtern">kollaborative Filtermechanismen</a> auch bei einer kleineren Anzahl von Nutzern, falls Unternehmen solche Verfahren zur Auslieferung ihrer Werbemittel nutzen wollen? Wie sehr steigt der logistische Aufwand in der Mediaplanung durch ‚targetbare’ und ‚nicht-targetbare’ Nutzer?</p>
<p>Was außerdem nicht vergessen werden sollte: Die Betreiber von Internet-Angeboten sammeln seit eh und je Verhaltensdaten ihrer Nutzer für interne Zwecke. Es ist also illusorisch zu glauben, mit einem Behavioral-Targeting-Opt-out keine Spuren mehr im Internet zu hinterlassen. Im Gegenteil eröffnen Gesetze wie die geplante <a title="Vorratsdatenspeicherung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung">Vorratsdatenspeicherung</a> eine mindestens ebenso große Missbrauchsgefahr für den individuellen Nutzer - schließlich gibt es keinen Grund, Online-Werbenetzwerken prinzipiell weniger zu vertrauen als Internet Service Providern.</p>
<p><strong>Die Gesetzesvorlage von Brodsky wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Europa Debatten über das Behavioral Targeting nach sich ziehen. Fraglos benötigen wir eine aufklärende Diskussion über die Datenerhebungspraktiken von Online-Diensten. Entscheidend ist, dass diese Diskussion in der Frage nach der tolerierbaren Verknüpfbarkeit erhobener Personen- und Verhaltensdaten mündet, und nicht das Behavioral Targeting pauschal verteufelt – das schließlich noch nicht mal auf dieser Verknüpfung basiert. Behavioral Targeting ist eine Chance für das Internet, die nicht durch eine verfrühte Hysterie erstickt werden sollte. </strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Plädoyer gegen Behavioral Targeting</title>
		<link>http://www.internetszene.com/2008/03/30/pladoyer-gegen-behavioral-targeting/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 16:50:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim Barczok</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pro &amp; Contra]]></category>

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		<description><![CDATA[In den USA hat der New Yorker Abgeordnete Richard L. Brodsky einen Gesetzesentwurf gegen Behavioral Targeting eingereicht. Er will damit verhindern, dass Unternehmen wie Google oder Yahoo! das Surfverhalten ihrer Nutzer ausspähen. Der folgende Artikel zeigt, warum er Recht hat.
Der Vorstoß von Richard L. Brodsky wendet sich gegen das Tracking von Internet-Nutzern, ohne sie über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den USA hat der New Yorker Abgeordnete Richard L. Brodsky einen Gesetzesentwurf gegen Behavioral Targeting eingereicht. Er will damit verhindern, dass Unternehmen wie Google oder Yahoo! das <a href="http://www.zeit.de/online/2007/24/e-marketing-im-web-2-0">Surfverhalten ihrer Nutzer ausspähen</a>. Der folgende Artikel zeigt, warum er Recht hat.</strong></p>
<p>Der Vorstoß von Richard L. Brodsky wendet sich gegen das Tracking von Internet-Nutzern, ohne sie über diese Überwachungsmaßnahme in Kenntnis zu setzen (Quellen: <a href="http://www.missfitsbiz.de/2008/03/25/gesetzentwurf-gegen-behavioral-targeting-konnte-die-online-werbelandschaft-nachhaltig-verandern/">missfitsbiz</a> und <a href="http://www.nytimes.com/2008/03/20/business/media/20adco.html?_r=3&#038;oref=slogin&#038;oref=slogin&#038;oref=slogin">nytimes</a>). Der große Reiz dieser Technik, dem Behavioral Targeting: Werbung kann individuell auf den Nutzer zugeschnitten werden. Das ist ja super, mag der eine oder andere sagen, nie wieder Mercedes-Werbung für Fahrradfahrer! Alle profitieren davon, die Unternehmer müssen kein Geld mehr für breit gestreute Fernsehkampagnen ausgeben, können stattdessen gezielt ihr Publikum ansprechen. Und der Kunde bekommt die Werbung für die Produkte serviert, die ihn interessieren. Klingt klasse, oder? Ist es aber nicht.</p>
<p><strong>Mein Verhalten lässt nur wenig Rückschlüsse auf meinen Geschmack zu</strong></p>
<p>Behavioral Targeting mag eine höhere Trefferquote für passende Werbung liefern als eine Litfasssäule in der Innenstadt, die jeden, der vorbeikommt, mit einer Werbebotschaft zuballert. Das heißt aber lediglich, dass das Targeting weniger häufig falsch liegt. Zum Glück lässt sich von unserem Surfverhalten nicht ganz so leicht abschätzen, wie wir gestrickt sind und was wir eigentlich (kaufen) wollen. Sicherlich kann ein Unternehmen über mein Profil herausfinden, ob ich gerade Webseiten für Fahrrad-Reparaturen anfordere. Ob ich deshalb aber gleich einen neuen Fahrradschlauch brauche ist nicht gesagt. Und wird mein Rechner von verschiedenen Personen genutzt, so wird das Surfverhalten aller in einem Topf geworfen und mein Profil verschwimmt. Das Behavioral Targeting kann also im besten Fall die Fehlerquote der Werbebotschaften reduzieren.</p>
<p><strong>Ich weiß am Besten, was gut für mich ist</strong></p>
<p>Das Behavioral Targeting sieht im Web-Surfer einen einfach gestrickten, wenig denkenden Nutzer. Man muss ihn an die Hand nehmen, um ihm zu zeigen, was er denn eigentlich (kaufen) will. Das ist natürlich Unsinn. Wir wissen gut darüber Bescheid, welche Produkte für uns interessant sind und benötigen keine von einem Unternehmen vorgenommene Vorauswahl. Wieso sollte ich glauben, dass ein Unternehmen mit kommerziellem Eigeninteresse mir die Produkte vorstellt, die zu mir am Besten passen, und nicht die, die den größten Umsatz versprechen? Wer sich ein Auto kaufen möchte, greift in der Regel erst einmal zu einem Fachmagazin oder hört auf Ratschläge seiner sozialen Umgebung, bevor er sich Werbeprospekten hingibt.</p>
<p><strong>Ich brauche keine Tofuwerbung im Fahrradladen, bloß weil ich Vegetarier bin<br />
</strong></p>
<p>Massenmedien wie Fernsehen oder Radiosender haben ein breit gestreutes Publikum, da sehe ich das Problem der Zielgruppenbestimmung ein. Aber: It&#8217;s the internet, stupid! Dort tummeln sich Online-Rollenspieler auf Rollenspiel-Seiten, Fußball-Enthusiasten auf Kicker-Foren, Globetrotter auf Reise-Portalen. Die entsprechenden Seiten eignen sich perfekt für zielgruppenorientierte, kontextbezogene Werbung. Die Vorteile: Ich bekomme die Werbung nur, wenn ich nach entsprechenden Themen suche, und ich muss der Plattform nicht gleich mein gesamtes Profil abgeben.</p>
<p><strong>Zeige mir deine Werbung und ich vermute wer du bist</strong></p>
<p>Kommen wir zu den Schattenseiten des Behavioral Targeting. Selbst wenn Behavioral Targeting das halten würde, was es verspricht, sprechen einige Argumente dagegen. Beim Behavioral Targeting wird nicht nur das Interesse des Nutzers für die Werbung ausgewertet, es wirkt auch umgekehrt. Wer bei individualisierter Werbung Viagra und Sex-Hotlines angepriesen bekommt, der muss - so der Umkehrschluss - auch ein Verlangen nach diesen Produkten haben, sonst hätten die Algorithmen das nicht ausgespuckt. Das schafft unangenehme Situationen. Beim Öffnen des Browsers während einer Live-Präsentation, beim Fremdsurfen auf dem eigenen Laptop oder beim Erstellen eines Screenshots muss man fortan in einen Neutral-Modus wechseln, um nicht zu viel von sich preiszugeben oder Fehlinterpretationen zuzulassen.</p>
<p><strong>Mein Produkt passt zu Dir, weil es Dir mein Werbespot sagt</strong></p>
<p>Die Interessen des Verkäufers und des Käufers widersprechen sich. In der Werbung geht es in erster Linie nicht darum, dem Kunden das zu geben, was er möchte, sondern das, was der Werbende verkaufen möchte. Was bedeutet das in Bezug auf Behavioral Targeting? Nicht nur die Auswahl an Produkten, sondern die Produktdarstellung selbst passt sich dem Nutzer an. Aspekte eines Produkts, die eine Zielgruppe anlockt und die andere abschreckt, werden je nachdem ein- oder ausgeblendet. Der Nutzen für den Kunden ist gleich null, im Gegenteil: Behavioral Targeting verschweigt die Details, die den Kunden vom Kauf abschrecken könnten und kann so zu einem Fehlkauf führen.</p>
<p><strong>Kopfprämie statt TKP?</strong></p>
<p>Das Behavioral Targeting wird die Werbebranche weg vom TKP (Tausend-Kontakt-Preis) hin zur Kopfprämie führen. Sind einzelne Nutzer über ihr Profil detailliert auszuforschen, wird es schon bald nicht mehr um Zielgruppen, sondern um Zielindividuen gehen. Die Werbepartner von Google, Microsoft und co. würden bald schon nicht mehr Werbeplätze, sondern Kundenprofile kaufen. Je passender das Profil des Kunden für das Unternehmen, desto höher die Kopfprämie.</p>
<p><strong>Selbstbestimmung über eigene Daten</strong></p>
<p>Besonders schwer wiegt beim Behavioral Targeting der Verlust der Privatsphäre und das Ausspähen privater Daten. Mein Surfverhalten, und sei es auch nur das Stöbern in einem Online-Shop, geht in erster Linie nur mich etwas an. Ich will selbst bestimmen, wer was über mich weiß. Wer mit Payback-Card oder seiner Bahncard Punkte sammelt, der lässt mehr oder minder bewusst zu, dass seine Daten vom Anbieter genutzt werden. Es ist erschreckend, wie viel manch ein MySpace- oder StudiVZ-Mitglied über sich im Internet preisgibt. Aber er macht es freiwillig. Wird ein Surfer auf seine Internet-Nutzung hin überwacht, so hat er diese Wahl nicht. Er verliert die Hoheit über seine Daten.</p>
<p><strong>Sind die Daten da, werden Sie genutzt</strong></p>
<p>Die gesammelten Daten beim Behavioral Targeting sind nicht nur für das Unternehmen interessant, das sie gesammelt hat. Ausgeprägte Nutzerprofile wecken Begehrlichkeiten.</p>
<p>Erstens sind die Daten grundsätzlich auch für alle anderen Unternehmen von Interesse, die werben wollen oder mit Werbung Geld verdienen. Wenn Google, Microsoft, Yahoo, AOL und andere Unternehmen Nutzerprofile erstellen, schaffen sie eine Basis für ihre personalisierte Werbung. Wenn sie diese Daten untereinander tauschen, dann können sie die Präzision der Profile und damit auch ihre Werbeeinnahmen um ein Vielfaches steigern. Verlockend, nicht? Leider bedeutet das aber auch, dass irgendwann jeder Akteur im Netz ziemlich gut über mein Surfverhalten Bescheid weiß.</p>
<p>Zum Zweiten sind solche Profile auch in der Strafverfolgung und der staatlichen Überwachung interessant. Sind die Daten erst einmal aufgezeichnet, dann werden sie auch genutzt. Selbstverständlich erst einmal nur im Kampf gegen den Terror, und dann noch vielleicht bei Gefahr im Verzug und Bandenkriminalität, und wenn mal was wirklich Schlimmes passieren könnte, vielleicht noch bei illegalen Raubkopien, eventuell noch bei kleineren Delikten, &#8230; Und sollte einmal der Tag kommen, an dem Demokratien zu bröckeln beginnen, dann findet man im Netz eine wunderbare Datenbank, um Dissidenten, Kriegsdienstverweigerer, Oppositionelle und andere unerwünschte Störfaktoren ausfindig zu machen.</p>
<p><strong>Ich möchte die Qual der Wahl</strong></p>
<p>Behavioral Targeting kommt in einem schönen Gewand daher. Es verspricht, mich als Kunden zu emanzipieren, da es mir meinen eigenen Geschmack in der Werbung verabreicht. Aber tatsächlich setzt Behavioral Targeting die klassische Werbung der Massenmedien im Netz mit anderen Mitteln fort. Behavioral Targeting schüttet mich mit Botschaften zu, die mir nicht helfen sondern mich manipulieren wollen. Gut, sie liegen ein bisschen seltener daneben, fordern dafür aber den Preis meiner Privatsphäre.</p>
<p>Um auf interessante Produkte hingewiesen zu werden und mich im Netz zu informieren, setze ich lieber auf Communities und Plattformen, die interessenunabhänig mit dem kollektiven Wissen aller Nutzer Informationen sammeln und bereit stellen. Das geht ganz ohne Vollzeitüberwachung. Und ansonsten nehme ich für ein Stückchen Privatsphäre auch die Werbung für Pampers-Windeln oder Breitling-Uhren in Kauf.</p>
<p>(Als Gegenstück hat Michael ein <a href="http://www.internetszene.com/2008/03/30/pladoyer-fur-behavioral-targeting/">Plädoyer für Behavioral Targeting</a> geschrieben)</p>
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		<title>tunesBag: mp3-Streaming und -Sharing</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 15:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Ellensohn</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch im Jahr 2000 war my.mp3.com spektakulär nach einer Klage der amerikanischen Musikindustrie gescheitert, als das Unternehmen eine Plattform für das Web-Streaming der eigenen Musiksammlung angeboten hatte. Mittlerweile hat sich offenbar die Einsicht durchgesetzt, dass die Nutzung eines solchen Dienstes durch das Recht auf Privatkopie gesichert ist, und es etablierten sich zahlreiche Hosting-Dienste (z. B. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch im Jahr 2000 war my.mp3.com spektakulär nach einer <a href="http://www.mp3newswire.net/stories/2000/riaavmp3.html">Klage der amerikanischen Musikindustrie</a> gescheitert, als das Unternehmen eine Plattform für das Web-Streaming der eigenen Musiksammlung angeboten hatte. Mittlerweile hat sich offenbar die Einsicht durchgesetzt, dass die Nutzung eines solchen Dienstes durch das Recht auf Privatkopie gesichert ist, und es etablierten sich zahlreiche Hosting-Dienste (z. B. <a href="http://www.mp3tunes.com">mp3tunes</a> und <a href="http://www.anywhere.fm">anywhere.fm</a>). Einen Schritt weiter geht <a href="http://www.tunesbag.com">tunesBag</a>: Das Startup (derzeit noch in der Closed-Beta-Phase) ermöglicht darüber hinaus das Teilen der eigenen mp3-Sammlung mit bis zu 10 Freunden.</strong></p>
<p><img alt="tunesBag-Screenshot" src="http://www.internetszene.com/wp-content/uploads/2008/03/tunesbag.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.zweinull.cc/auch-tunesbag-setzt-auf-musik-in-der-cloud">Wie zweinull.cc feststellt</a>, tritt tunesBag in den Wettbewerb mit <a href="http://www.simfy.de">Simfy</a> und <a href="http://www.musicmakesfriends.com">MusicMakesFriends</a>, die beide ein ähnliches Konzept verfolgen. Ohne einen Vergleich zu diesen beiden Plattformen ziehen zu können, fällt mein Urteil über tunesBag sehr positiv aus: Das Browsen durch die eigene Musiksammlung und durch die Playlists der Freunde ist an Apples iTunes angelehnt, was (zumindest iTunes-Kennern) eine intuitive Navigation ermöglicht. Da tunesBag sich konsequent an Web-Standards hält, läuft der Dienst sogar bemerkenswert stabil auf meinem uralten iBook unter Firefox 1. Besonders gelungen finde ich die Integration mit weiteren Web 2.0-Anwendungen, wie <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>, <a href="http://last.fm">last.fm</a>, <a href="http://www.twitter.com">Twitter</a>, <a href="http://www.mystrands.com">MyStrands</a> und <a href="http://www.blogger.com">Blogger</a>. <del>Ein Wermutstropfen aus meiner Sicht ist allerdings die fehlende Möglichkeit, eigene mp3s wieder runterladen zu können.</del> In Zukunft soll auch der Download der eigenen mp3s möglich sein – damit kann tunesBag auch als Backup-Service punkten.</p>
<p><a title="About" href="http://www.internetszene.com/about">Thomas</a> hat für unseren <a title="Internetszene.at" href="http://www.internetszene.at">österreichischen Schwesterblog</a> ein <a href="http://www.internetszene.at/2008/03/18/interview-mit-hansjorg-posch-tunesbag">Interview</a> mit dem tunesBag-Gründer Hansjörg Posch geführt. Ein empfehlenswertes Review von tunesBag findet sich im angesprochenen <a title="zweinull.cc" href="http://www.zweinull.cc/auch-tunesbag-setzt-auf-musik-in-der-cloud">Beitrag auf zweinull.cc</a>. Auch bei uns gibt&#8217;s noch einige Beta-Invites zur Vergabe – hinterlasst einfach einen Kommentar mit eurer E-Mail-Adresse.</p>
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